Nobelpreisfeier ohne Dylan Patti Smith versagt die Stimme

Patti Smith war fast zu aufgeregt, um zu singen. Foto: AFP 6 Bilder
Patti Smith war fast zu aufgeregt, um zu singen. Foto: AFP

Wie angekündigt glänzte Bob Dylan bei der Nobelpreisfeier mit Abwesenheit. Rockikone Patti Smith war indessen so aufgeregt, dass ihr mitten in „A Hard Rain’s A-Gonna Fall“ die Stimme versagte.

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Stockholm - Literaturnobelpreisträger Bob Dylan ist bei der Preisverleihung in Stockholm in Abwesenheit gefeiert worden. „Die Schönheit seiner Songs ist von höchstem Rang“, sagte Nobeljuror Horace Engdahl am Samstag in seiner Laudatio über den US-Rocksänger. Im Oktober hatte der 75-Jährige die Auszeichnung als erster Songschreiber überhaupt zuerkannt bekommen.

„Es sollte keine Sensation sein, dass ein Singer/Songwriter jetzt den Literaturnobelpreis erhält“, sagte Engdahl. „In ferner Vergangenheit wurde alle Poesie gesungen.“ Dylan habe der Sprache der Poesie in der unwahrscheinlichsten Form überhaupt - der Schallplatte - „ihren erhabenen Stil zurückgegeben, der seit der Romantik verloren war“.

US-Rockikone Patti Smith sang bei der Feier in Stockholm den Dylan-Song „A Hard Rain’s A-Gonna Fall“. Vor lauter Aufregung stockte die Sängerin mitten im Lied. „Es tut mir leid, ich bin so nervös“, sagte Smith. Eine Dankesrede des Preisträgers sollte beim Nobelbankett am Abend vorgelesen werden.

Nach der Zuerkennung des Preises an ihn im Oktober hatte der Rockstar wochenlang geschwiegen. Mitte November hatte er der Schwedischen Akademie, die den Literaturnobelpreis vergibt, für die Verleihung abgesagt. Nun hofft die Jury, dass Dylan im Frühjahr kommt, um die traditionelle „Nobelrede“ zu halten. Sie ist die einzige Bedingung dafür, dass er die mit acht Millionen schwedischen Kronen (rund 830 000 Euro) dotierte Auszeichnung behalten darf.




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