Nördlingen im Donau-Ries-Kreis Schüler mit falscher Todesanzeige gemobbt

Von red/dpa/lby 

Eine Realschule in Nördlingen wird wiederholt Schauplatz polizeilicher Ermittlungen. Nach Mobbing im Internet ruft sie nun eine falsche Todesanzeige eines 13-Jährigen auf den Plan, die in der Zeitung erschienen ist.

Nach Cybermobbing wurde an der Schule nun eine falsche Todesanzeige aufgegeben. (Symbolbild) Foto: Martin Stollberg/Martin Stollberg
Nach Cybermobbing wurde an der Schule nun eine falsche Todesanzeige aufgegeben. (Symbolbild) Foto: Martin Stollberg/Martin Stollberg

Nördlingen - Mit einer falschen Todesanzeige ist in Schwaben ein Schüler gemobbt worden. Wie die Polizei am Montag berichtete, war am vergangenen Freitag eine Traueranzeige in einer Zeitung erschienen, in der der angebliche Tod des 13 Jahre alten Schülers mitgeteilt wurde.

Nach den bisherigen Ermittlungen soll ein 14 Jahre alter Mitschüler einer Schule in Nördlingen (Landkreis Donau-Ries) die Anzeige aufgegeben haben. Bei einer Durchsuchung der Wohnung des Jugendlichen wurden nach Angaben der Polizei Beweismittel sichergestellt. Der beschuldigte Schüler sei im Beisein seiner Eltern zu den Vorwürfen befragt worden. Der Verdächtige streite eine Beteiligung an dem Erscheinen der gefälschten Anzeige aber ab. Weitere Details zu dem Fall nannten die Ermittler nicht.

Schon zuvor hatte die Polizei wegen Mobbings an der Realschule ermittelt. Im November hatte die Kripo mitgeteilt, dass fünf Mädchen und Buben der achten Jahrgangsstufe Opfer der Angriffe über soziale Medien wurden. Den Kindern wurden unter anderem pornografische Inhalte übermittelt. „Außerdem fand eine Belästigung durch zahlreiche Callcenter-Anrufe statt“, hieß es damals.




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