Nordostring-Debatte „Es ist richtig, sich dem Straßenbau nicht zu verweigern“

Von Susanne Mathes 

Steffen Bilger, CDU-Bundestagsabgeordneter und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, begrüßt den Vorstoß von Landesverkehrsminister Winfried Hermann zum Thema Nordostring.

Steffen Bilger, hier bei einer Podiumsdiskussion zum Thema Mobilität in der Stadt. Foto:  
Steffen Bilger, hier bei einer Podiumsdiskussion zum Thema Mobilität in der Stadt. Foto:  

Kreis Ludwigsburg - Zum Vorstoß von Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne), eine Faktenfindung für den umstrittenen Nordostring in Angriff zu nehmen, hat sich jetzt auch der Ludwigsburger CDU-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Steffen Bilger eingeschaltet. Bilger, bekanntermaßen Verfechter der Straßenverbindung zwischen der B 27 bei Kornwestheim/Ludwigsburg und der B 14 bei Fellbach/Waiblingen, begrüßt die Initiative.

„Alle Beteiligten sollten konstruktiv mitwirken“

„Es ist richtig, sich dem Aus- und Neubau von Straßen nicht zu verweigern“, erklärt er. „„Allein bis zum Jahr 2025 rechnet man in der Region Stuttgart mit einem Bevölkerungswachstum von 70 000 Menschen. In der Region passiert viel, um Bus und Bahn attraktiver zu machen, trotzdem müssen wir von einem Wachstum des Straßenverkehrs ausgehen.“

Im Koalitionsvertrag zwischen Grünen und CDU sei nach der Landtagswahl vereinbart worden, dass alle Straßenbauprojekte aus dem Bundesverkehrswegeplan realisiert werden sollten. Der Nordostring gehöre dazu. Eine grün-schwarze Koalition biete die Chance, „eine Lösung zu finden, die den verschiedenen berechtigten Interessen gerecht wird“. Alle Beteiligten, „die betroffenen Städte genauso wie interessierte Bürger“, sollten konstruktiv mitwirken, so Bilger. Er wolle seinen Teil dazu beitragen.