Nordrhein-Westfalen Kreisliga-Spieler zeigen Hitlergruß – Rausschmiss und Ermittlungen folgen

Von albe 

Sieben Spieler des Kreisligisten SC 1920 Myhl aus Nordrhein-Westfalen zeigen auf einem Foto den Hitlegruß – angeblich zum Spaß. Der Verein hat sie bereits ausgeschlossen, jetzt wird die Angelegehneit vom Staatsschutz geprüft.

Der Hitlergruß auf dem Foto, das in den sozialen Medien kursiert, hat für die sieben Fußballer Folgen.Foto: Screenshot Twitter

Wassenberg - Fußballspieler der zweiten Mannschaft des Vereins SC 1920 Myhl aus Wassenberg (Nordrhein-Westfalen) haben auf einem Foto den Hitlergruß gezeigt. Das Foto wurde in den sozialen Medien veröffentlicht. Das Originalposting ist inzwischen gelöscht worden, Screenshots davon sind jedoch erhalten geblieben.

Im Hintergrund des Bildes ist ein Döner-Lokal zu sehen, Laut RTL handelt es sich um einen Sponsor der Mannschaft, der dem Team neue Trikots stiftete. Der Betreiber des Imbisses soll demnach die Spieler dazu aufgefordert haben, „etwas Lustiges“ auf dem Foto zu machen. Das Foto wurde auf Facebook veröffentlicht, mit dem Satz „Wir gemeinsam sind mehr!“. Nach kurzer Zeit war es aber offenbar wieder gelöscht.

Die Reaktion des Vereins ließ auf sich nicht warten. „Der Vorstand des SC 1920 Myhl hat nach einer kurzfristig einberufenen Sitzung am Dienstagabend, den 04.09.18 beschlossen, die Mitglieder, welche am Tage vorher im gesichteten Foto in unangemessener Pose zu erkennen sind, welche definitiv nicht unseren Werten entsprechen und als vereinsschädigend anzusehen sind, mit sofortiger Wirkung die Vereinsmitgliedschaft zu entziehen“, heißt es auf der offiziellen Webseite der Mannschaft. „Sie werden nicht weiterhin im Namen des SC 1920 Myhl auflaufen. Der SC Myhl distanziert sich desweiteren von sämtlichen rechtsextremen Darbietungen, Ausdrücken und Einstellungen.“

Die Spieler sollen volljährig sein

Laut RTL, sind alle sieben Spieler volljährig – im Alter von 18 bis 27 Jahren. Der Staatsschutz untersucht demnach den Fall. Ob gegen die Spieler ermittelt werden könne, hänge unter anderem davon ab, ob das Hitlergruß-Foto verbreitet worden sei, und falls ja, wie schnell und wie häufig, erklärte die Sprecherin der Polizei Aachen, Petra Wienen der Webseite Der Westen.

Dass die Aktion keineswegs in Ordnung ging, ist den sieben Fußballern offenbar inzwischen selbst aufgegangen. Mit einem weiteren Post haben sie sich öffentlich entschudigt, berichtet bild.de.