Nordschleife in Esslingen Stadt baut illegale Mountainbikestrecke ab

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Die Stadt Esslingen hat eine illegale Mountainbikestrecke am Katzenbühl renaturiert. Groß ist die Trauer in der Esslinger Bikerszene. Doch nun will sie mit der Verwaltung einen Konsens für einen rechtmäßigen Downhill erreichen.

Wegen der Zerstörung der Downhillstrecke herrscht goße Trauer. Klicken Sie sich in unserer Bildergalerie durch Abschnitte der Esslinger Strecke. Foto: Uhlenbusch 14 Bilder
Wegen der Zerstörung der Downhillstrecke herrscht goße Trauer. Klicken Sie sich in unserer Bildergalerie durch Abschnitte der Esslinger Strecke. Foto: Uhlenbusch

Esslingen - Die Esslinger Szene der Downhill-Mountainbiker ist schwer getroffen. Groß waren das Entsetzen und der Ärger, als sie am Samstagnachmittag entdeckt haben, dass ihre mit viel Arbeit und Herzblut gestaltete, aber illegale Esslinger Nordschleife am Katzenbühl – von den Insidern kurz und liebevoll EsNos genannt – auf Veranlassung der Stadt Esslingen unbefahrbar gemacht worden ist.

Henry Wolter, beim städtischen Grünflächenamt für den Bereich Forst zuständig, bestätigt, dass die Strecke „rückgebaut und renaturiert“ worden sei. Dafür habe es mehrere gute Gründe gegeben. Der Pfad, der sich größtenteils in städtischem Wald vom Schurwald bergab Richtung Neckartal gewunden hat, sei nicht genehmigt gewesen, weshalb die sogenannte Verkehrssicherungspflicht bei der Stadt und einigen Pächtern gelegen habe. „Wenn wir das tolerieren, haften wir mit, wenn etwas passiert, wenn etwa Totholz auf die Strecke fällt“, erklärt Wolter.

Der Naturschutz muss berücksichtigt werden

Außerdem müssten auch naturschutzrechtliche Belange berücksichtigt werden. Beispielsweise seien Schaltafeln und Bierdosen zur Armierung von Steilwandkurven beim Ausbau der Strecke verwendet worden. Es könne nicht jeder im Wald „tun und lassen, was ihm Spaß macht“, stellt Wolter klar, „am nächsten Tag kommt einer daher und baut daneben einen Kletterwald“.

Erst vor einigen Monaten hätte die Stadt die Downhill-Strecke entdeckt, sagt Wolter, danach seien einige Schilder aufgestellt worden, dass Radfahren dort nicht erlaubt sei. Vergeblich, wie er sagt. Die Warnungen seien ignoriert worden, „irgendwann sind wir dann zur Tat geschritten“. Auch wenn die EsNos in verschiedenen Internetforen ein Begriff gewesen sei, „kann die Stadt das nicht dulden. In dem Fall ist uns nichts anderes übrig geblieben“, sagt Wolter.




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