Die Stadt Ludwigsburg möchte die Notinseln wieder bekannter machen. Warum die Aktion so wichtig ist und wo in Ludwigsburg in der Verteilung noch Luft nach oben ist.

Die bekannten „Notinsel“-Aufkleber hat bestimmt jeder schon einmal gesehen: an Bäckereien, Kiosken, Arztpraxen, Apotheken und anderen Einrichtungen. Sie sollen Kindern, die sich unterwegs unsicher oder bedroht fühlen, zeigen: „Bei uns bist du sicher, wir helfen dir!“ Die Stadt Ludwigsburg möchte das Notinsel-Projekt der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel wieder mehr ins Bewusstsein der Menschen rücken – und vor allem in den Randbereichen der Stadt mehr Notinseln schaffen.

 

Und so soll das funktionieren: Mit der Einrichtung der Stelle für kommunale Kriminalprävention hat die Stadt die Verantwortung für das Projekt intern neu organisiert. Die Präventionsbeauftragte der Stadt, Meike Pirkner, betont: „Wir wünschen uns, dass sich noch mehr Geschäfte in Ludwigsburg am Notinsel-Projekt beteiligen. Vor allem in den Stadtteilen ist noch Luft nach oben. Es geht um ein gemeinsames Miteinander im Kinderschutz und ein klares Zeichen gegen Gewalt und Übergriffe.“

Zum Schuljahresbeginn erhalten alle Grundschulen Material, um Kinder und Eltern gezielt zu informieren. Ein großer Wunsch der Beteiligten lautet, dass die Schulwege der Kinder in der Schule besprochen und die Notinseln sogar gezielt gemeinsam aufgesucht werden. „So wird die Hemmschwelle abgebaut und Kinder wissen im Ernstfall, wo sie Hilfe bekommen.“

Zusätzlich finden im September mehrere Aktionen zu dem Thema statt: Am Tag der Zivilcourage am Freitag, 19. September, gibt es von 10 bis 14 Uhr auf dem Rathaushof einen Infostand der Notinsel mit Materialien für den Schulbedarf. Bei der Aktion „Sicher zur Schule“ am 20. und 21. September im Blühenden Barock ist die Notinsel mit einem Stand vertreten.