Notkonzept bei Abfallwirtschaft Einige Häckselplätze öffnen wieder

Von har 

Ein Notfallkonzept soll für geordnete Zustände an den Sammelstellen sorgen und das befürchtete Chaos dort vermeiden.

Einige Häckselplätze im Kreis sind von Mittwoch an wieder geöffnet. Foto: /Stoppel/Archiv
Einige Häckselplätze im Kreis sind von Mittwoch an wieder geöffnet. Foto: /Stoppel/Archiv

Grüngut - Für die zur Vermeidung chaotischer Zustände in den vergangenen Tagen geschlossenen Häckselplätzen der Abfallwirtschaft Rems-Murr (AWRM) sei nunmehr „ein Notfallkonzept erarbeitet“. Man wolle das gerade im Frühjahr verstärkt anfallende Grüngut trotz der Corona-Krise auf ausgewählten Häckselplätzen annehmen, teilt der Landrat Richard Sigel. Er appelliert zugleich an alle, die Verhaltensregeln während der Corona-Zeit auch dort zu gewährleisten.

Von Mittwoch an gilt der Notbetrieb

Für den Zeitraum vom 8. bis zum 29. April bietet die AWRM nun einen Notbetrieb unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen auf einigen ausgewählten Häckselplätzen an. Geöffnet werden die Häckselplätze Aspach, Fellbach, Schorndorf-Haubersbronn, Urbach, Waiblingen, Weinstadt-Endersbach, Winterbach sowie die Grüngutannahmestelle auf der Deponie in Kaisersbach. Die Öffnungszeiten sind auf allen Plätzen gleich: montags, mittwochs und freitags jeweils von 9 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr. Die Wertstoffstation auf der Deponie Kaisersbach kann weiterhin nicht genutzt werden.

Im Zusammenhang mit den eingeschränkten Möglichkeiten der Entsorgung meldet sich derweil die CDU-Kreistagsfraktion mit einem Eilantrag zum Biomüll zu Wort. Sie bittet kurzfristig zu prüfen ob die erst für Mitte/Ende Mai geplante reguläre Umstellung auf wöchentliche Leerung der Biotonne schon früher vorgenommen werden kann. Damit würden, so der Fraktionschef Reinhold Sczuka, für die Bürger die Entsorgung kompostierbarer Abfälle erleichtert.

Versuch negative Auswirkungen etwas abzufedern

„Dies wäre ergänzend zur ebenfalls erfreulicherweise weiterhin durchgeführten Grüngutsammlung ein Signal an unsere Kunden, dass wir flexibel versuchen, die negativen Auswirkungen abzufedern.“ Nicht nachvollziehbar sei aber bei den nun öffnenden Grüngutplätzen die Auswahl „im Hinblick des erwarteten Rückstaus“. Nur die Öffnung von Grüngutsammelplätzen, die „eher kleinräumig zuordenbar sind“, könne dies entzerren.