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Novemberkonzerte in Stuttgart Wenn sie nur aufhören könnten!

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Im November kommt ein ganzer Schwung Altbands nach Stuttgart, die einfach nicht aufhören zu touren. Aber auch solche mit lustigen Namen. Und welche mit guter Musik.

Motörhead, Deep Purple, Uriah Heep, ... die Liste der Altbands, die im November in Stuttgart auftreten, ist lang. Foto: dpa
Motörhead, Deep Purple, Uriah Heep, ... die Liste der Altbands, die im November in Stuttgart auftreten, ist lang. Foto: dpa

Stuttgart - Und schwupps ist wieder November, der Monat der mit dem Totengedenken beginnt. Der Plot für diese Ausgabe unserer beliebten Konzertübersicht: ganz viele Bands, die nicht aufhören können und solche mit lustigen bis bescheuerten Bandnamen.

Am 2.11. ist The Deaf Programm für alle, die gern ihre Ohrstöpsel vergessen (im Zwölfzehn). Zünftiger geht's im Club Cann zu bei The Kilkennys. Und, musikhistorisch weiter fortgeschritten, im LKA bei Kitty, Daisy & Lewis. Die es übrigens auch auf 78-RPM-Platte gibt.

Nochmal zurückgelehnt am 3.11.: Ganes im Theaterhaus, die singen auf Rätoromanisch, eine schöne Sprache, die man auf jedem Zehn-Franken-Schein findet. Im Wizemann geht derweil die Rapsaison weiter mit Chefket und im Uni die Gitarrensaison mit Zebrahead.


Ja und am 4.11. spielt dann auch schon zum ersten Mal eine Stuttgarter Combo. Oder so ähnlich. Sea + Air machen im Wizemann Halt. Das neue Album haben wir auch schon euphorisch besprochen. Konzert ist Stand 30.10. noch nicht ausverkauft, anders als Namika im Universum. Und im ganz neu gemachten 1. Stock tritt Bea Bacher auf.

Tags darauf, am 5.11., ist im Wizemann Anti-Flag ("Die For Your Government!"). Alternativ ginge Heino im LKA, anschließend ist Ü30-Disco. Runrig wird 40, also die Band, findet sich in jeder Ortsbücherei und am besagten 5.11. in der Porsche Arena. Achso, nee, bitte wieder streichen. 5. November ist zwar richtig, aber: Das Konzert findet erst 2016 statt.

Wer's uriger mag, geht am 5.11. in den Anker Bernhausen zu Johannes Single. Der plant seine Gigs ebenso wenig ein Jahr im Voraus wie die Band Eclat (Stichwort Ralv Milberg); im Vorprogramm spielt Bea Bacher. Internationaler Besuch ist im Zwölfzehn erwartet, nämlich mit Shake aus Barcelona - Soul trifft Punkrock, das kennt man ja schon aus Spanien (Stichwort Tokyo Sex Destruction). Ansonsten gäb's noch die Münchner Whiskey Foundation a.k.a. Bluesrock im Goldmark's.

Und dann ist auch schon wieder Freitag. Das Programm für 6.11.: Heather Nova singt im Theaterhaus, Ery Lyytinen (richtig, aus Finnland) im Laboratorium. The Meteors spielen Psychobilly im Uni und SDP aus Berlin zeigen im ausverkauften LKA, dass Pur und Cro sich nicht ausschließen:

Wir schließen uns diesem Appell für mehr Quality Time an, empfehlen aber statt SDP den Auftritt von Café 612 im Merlin. Alternativ ginge noch Hudson Taylor (Irish-Folk-Duo, benannt nach einem christlichen Missionar in China) im Zwölfzehn, die Hamburger Punkrocker Montreal im Keller Klub sowie Nautic Doom (das war die Genrebeschreibung) mit Ahab im Cann.

Dass das Popnotpop-Festival jetzt Hello Pop heißt und im Wizemann stattfindet, haben wir bereits berichtet. Am 7.11. schauen wir uns an, wie das neue Konzept so aufgeht. Line-Up steht hier.

Der Schmutzki-Gig am 7.11. im Uni ist bereits ausverkauft, Bring me the Horizon im LKA auch. Aber es gibt Alterantiven: Bollock Brothers im Komma in Esslingen, Steve Earle & The Dukes (Lieblingstracktitel: "Baby Baby Baby (Baby)") in den Wagenhallen. Etwas progressiver geht's bei Prynum und den hiesigen Gomo Park im Cann zu.

Wer weite Wege schätzt, fährt am 7.11. indes zu Stereodrama ins Zentrum Zinsholz in Ostfildern. Ebenfalls im Juha, aber West, spielen Kaput Krauts stylischen Hardcore / Punk. Gediegener geht's im Lab bei Brokof (Indie-Pop) zu, und das schönste Zitat zum Konzertsamstag liefert Chris Norman: "Für Drogen hatte ich kein Geld". So gesagt in der "Bild", file under: Smokie, Konzert in der Filharmonie in, oh ja, Filderstadt.

Der perfekte Termin für ein Boy-Konzert ist ein Sonntagabend, und siehe da: am 8.11. spielen Boy im Wizemann. Ihr Album "We Were Here" klingt ziemlich genau wie der Vorgänger, aber das schätzt man bei solchen Gruppen ja auch. Wäre jedenfalls unser Tagestipp. Weil wer sein Ticket für Mötley Crüe in der Schleyerhalle schon hat, der wäre auch an einem anderen Abend nicht zu Boy gegangen.