NS-Gedenkstätte in Stuttgart In anderen Städten wird mehr Geld investiert

Politik/ Baden-Württemberg: Thomas Faltin (fal)
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Köln Das Elde-Haus in Köln ist am ehesten mit dem Hotel Silber vergleichbar – auch im dortigen NS-Dokumentationszentrum saß früher die Gestapo. Die Stadt Köln finanziert den Jahresetat von 1,8 Millionen Euro allein. Derzeit arbeiten 21 Angestellte in der Einrichtung, die gesamte Nutzfläche beträgt 2900 Quadratmeter. Zuletzt kamen 56 000 Besucher im Jahr.

München Im kommenden Jahr soll das Dokumentationszentrum eröffnen, das an der Stelle des früheren „Braunen Hauses“, der NSDAP-Parteizentrale, errichtet wird. Die Stadt München betreibt die Einrichtung. Etat und Mitarbeiterzahl stehen noch nicht fest; gerüchteweise hört man den Betrag von zwei Millionen Euro. Die Nutzfläche umfasst 3200 Quadratmeter. Man hofft auf 200 000 Besucher im Jahr.

Nürnberg Trotz der bundesweiten Bedeutung des früheren Reichsparteitagsgeländes betreibt die Stadt Nürnberg das dortige Dokumentationszentrum allein. Jährlich stehen 1,3 Millionen Euro zur Verfügung, neun Mitarbeiter sind beschäftigt, 3600 Quadratmeter umfasst die Nutzfläche. Die Zahl der Besucher liegt bei mehr als 200 000 im Jahr.

Berlin „Topographie des Terrors“ heißt das Gelände, wo früher die Zentralen der Reichsführung-SS und anderer hoher NS-Behörden standen. Bund und Land Berlin finanzieren das Zentrum gemeinsam, der Etat hat eine Höhe von 2,8 Millionen Euro im Jahr. 16 Vollzeitstellen und 25 Honorarkräfte sind vorhanden, die Nutzfläche beträgt 3500 Quadratmeter. Im Jahr 2012 kamen 950 000 Besucher.




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