Noch ist die Frage, wie der NS-Kriegsverbrecher Sigfried Uiberreither 40 Jahre lang unbehelligt in Sindelfingen leben konnte, ungeklärt. Der Grazer Historiker Stefan Karner war nun wieder in Sindelfingen, um neue Hinweise zu sammeln.

 
Schließen

Diesen Artikel teilen

Warum kam der ehemalige NS-Gauleiter Sigfried Uiberreither kurz nach dem Krieg 1947 nach Sindelfingen? Wer verhalf dem Kriegsverbrecher zur Flucht? Wer ihm unterzutauchen, eine neue Identität anzunehmen und mit Frau und drei Kindern unbehelligt in der aufstrebenden Daimlerstadt zu leben? Die Geschichte des steirischen Nazi-Funktionärs Uiberreither, der sich in seinen 37 Lebensjahren, die er in Sindelfingen verbrachte, Friedrich Schönharting nannte, bleibt ein Rätsel. Ein Rätsel, dem sich Stefan Karner, Geschichtsprofessor aus Graz, vor Jahren bereits angenommen hat, um es – gemeinsam mit Sindelfingern – zu lösen.