Brandt hatte in den 1990er Jahren die Neonazi-Kameradschaft „Thüringer Heimatschutz“ aufgebaut, in der sich auch das NSU-Trio Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe bewegte. Zugleich arbeitete er gegen Geld als V-Mann (Verbindungsmann) für den Verfassungsschutz, bis er 2001 enttarnt wurde. Brandt bekräftigte, so, wie er Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe kennengelernt habe, traue er ihnen die Taten nicht zu. Dem NSU werden von 2000 bis 2007 zehn Morde zugerechnet - an Kleinunternehmern ausländischer Herkunft und an der Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn. Der Ausschuss geht der Frage nach, welche Verbindungen des „Nationalsozialistischen Untergrundes“ nach Baden-Württemberg bestanden und ob es hier Unterstützer gab.