Kunstream aus Nürtingen Künstler erklären Werke im Live-Stream

Tiina Kirsi Kern und Ralf Bernhard Braun wollen mit ihrem Startup durchstarten. Foto: Horst Rudel
Tiina Kirsi Kern und Ralf Bernhard Braun wollen mit ihrem Startup durchstarten. Foto: Horst Rudel

Das Startup-Unternehmen Kunstream mit Sitz in Nürtingen vermittelt über das Internet einen etwas anderen Zugang zur Kunst. Wir stellen das Projekt vor.

Esslingen: Wolfgang Berger (ber)
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Nürtingen - We open the door to art via internet“, zu deutsch: „Wir öffnen die Tür zur Kunst über das Internet.“ Diese ebenso simple wie vielversprechende Idee steckt hinter dem Projekt „Kunstream“, mit dem Tiina Kirsi Kern und Ralf Bernhard Braun ein neues Format der Kunstvermittlung etablieren wollen. Kern und Braun, seit Langem in der Nürtinger Kunstszene aktiv, haben mit ihrem Projekt jetzt die erste Wegstrecke zurückgelegt. Beide sind zuversichtlich, mit ihrem unter anderem durch EU-Mittel geförderten Startup durchstarten zu können.

Direkte Kommunikation mit Künstlern möglich

Der Kern von „Kunstream“ besteht aus einer Mediathek mit Video-Streams von Bildenden Künstlern. In Interviews mit Ralf Bernhard Braun und Tiina Kirsi Kern erläutern kreative Köpfe ihre Werke und die dahinter stehende künstlerische Absicht. Angelegt ist das Konzept so: Wöchentlich jeweils zur gleichen Zeit sollen künftig etwa einstündige Diskussionen über und mit Künstlern stattfinden. Dank der Live-Streams können Kunstfreunde mit den Künstlern während des Zeitfensters direkt kommunizieren. Es finden auch englischsprachige Gesprächsrunden statt. Die Streamings werden dann dokumentiert und archiviert und nachträglich zugänglich gemacht. Weiter finden sich in einem Blog Antworten auf Fragen, die während des Streams keinen Platz gefunden haben.

Scheu vor Kunst soll überwunden werden

Kunstream dient zum einen der Vernetzung von Künstlern, erklären Ralf Bernhard Braun und Tiina Kirsi Kern. Die Internet-Dienstleistung bietet Künstlern eine öffentliche Plattform. Indem die Werke erklärt werden, sollen auch Menschen erreicht werden, die sonst Ausstellungen eher meiden. „Die meisten Leute scheuen die Kunst, weil sie keinen Zugang dazu finden“, berichtet Ralf Bernhard Braun.

Mit ihrer Geschäftsidee haben Kern und Braun an „Sandbox“ teilgenommen – einem von der Wirtschaftsförderung der Region Stuttgart unterstützten Projekt für Gründer der Hochschule der Medien Stuttgart. Auch im Rahmen des EU-Projekts „CERIecon“ ist Kunstream gefördert worden. Das Finale im Rahmen dieses Wettbewerbs hat Kunstream zwar verpasst, doch davon lassen sich Tiina Kirsi Kern und Ralf Bernhard Braun in ihrer Startup-Begeisterung nicht ausbremsen.

Zum Youtube-Kanal des Projektes Kunstream geht’s hier.




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