OB-Wahl 415 000 Bürger dürfen wählen

Nur einmal in der Geschichte der Landeshauptstadt – im Jahr 1966 – waren mehr Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, ein Stadtoberhaupt zu wählen. Foto: Steinert
Nur einmal in der Geschichte der Landeshauptstadt – im Jahr 1966 – waren mehr Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, ein Stadtoberhaupt zu wählen. Foto: Steinert

Bei der OB-Wahl am 7. Oktober dürfen rund 415.000 Bürger abstimmen – mehr Wahlberechtigte gab es nur 1966.

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Stuttgart - Bei der OB-Wahl am 7. Oktober können rund 415.000 Bürger abstimmen. Eine höhere Zahl von Wahlberechtigten gab es in der Geschichte der Stuttgarter Oberbürgermeisterwahlen nur 1966, als 420.000 Einwohner das Wahlrecht besaßen. Das hat das Statistische Amt vermeldet. Derzeit gibt es 19 Bewerber für die Nachfolge des Amtsinhabers Wolfgang Schuster (CDU). Bis kommenden Montag müssen die Kandidaten je 250 Unterstützerunterschriften abgegeben haben. Am Dienstag entscheidet der Kreiswahlausschuss über die Zulassung der Bewerber und die Reihenfolge der Namen auf dem Stimmzettel. Erreicht am 7.  Oktober keiner der Bewerber die absolute Mehrheit, wird am 21. Oktober neu gewählt. Es können wieder alle bisherigen Kandidaten mitmachen, aber auch neue hinzukommen.

EU-Erweiterung bringt Zuwachs an Wahlberechtigten

Den Zuwachs von gut 20.000 Wahlberechtigten gegenüber 2004 erklärt der Leiter des Statistischen Amts, Thomas Schwarz, unter anderem mit der EU-Erweiterung. Rund 4000 Wahlberechtigte stammen aus Rumänien und Bulgarien.

Mehr als 140.000 Stuttgarter haben erstmals die Möglichkeit, ihr Stimmrecht bei einer OB-Wahl auszuüben. Mehr als ein Drittel aller heute Wahlberechtigten waren im Oktober 2004 entweder noch zu jung, um wählen zu dürfen, oder sie lebten noch nicht in der Landeshauptstadt. Das Durchschnittsalter der Wahlberechtigten ist im Vergleich zu 2004 um ein halbes Jahr, von 49 auf 48,5 Jahre, gesunken.

28 Prozent haben ausländische Wurzeln

Mehr als 48.000 Unionsbürger dürfen an die Urne, das sind zwölf Prozent aller Wahlberechtigten. Zählt man 67.000 Deutsche mit Migrationshintergrund hinzu, kommt man auf 28 Prozent Wahlberechtigte mit ausländischen Wurzeln.

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