OB-Wahl in Backnang Nopper im Amt bestätigt

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Der einzige Gegner bei der Wahl zum Oberbürgermeister in Backnang erzielt nur 12,5 Prozent.

Frank Nopper und seine Frau (links). Foto: Stoppel
Frank Nopper und seine Frau (links). Foto: Stoppel
Backnang - Übermäßig spannend war der Wahlabend am Sonntag im frisch renovierten Rathaus in Backnang (Rems-Murr-Kreis) nicht. Bereits wenige Minuten nach der Schließung der Wahllokale um 18 Uhr werden die ersten Ergebnisse der Oberbürgermeisterwahl auf eine Leinwand projiziert. Und es zeichnet sich ab, was die meisten Beobachter erwartet hatten: Der 48-jährige Amtsinhaber Frank Nopper (CDU) kann mit 80 bis 90 Prozent der Stimmen rechnen. Sein einziger Gegenkandidat, der parteilose, erst 26 Jahre alte Bürokaufmann Dennis Damaschke aus Backnang, wird allerdings ein zweistelliges Ergebnis einfahren. Nach und nach trudeln die Resultat ein. Gegen 18.50 Uhr tritt der Erste Bürgermeister Michael Balzer an das Mikrofon und gibt das vorläufige Ergebnis des Urnengangs bekannt: Nopper bekommt 86,8 Prozent der Stimmen, Damaschke 12,5 Prozent.

Die Wahlbeteiligung beträgt 36,8 Prozent. Im nur mäßig gefüllten Rathaus applaudieren die wenigen Bürger und einige Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die gekommen sind. Dann ist der alte und neue Schultes an der Reihe. Nopper bezeichnet das Resultat als "ein robustes Mandat", das ihm Kraft und Rückenwind für die nächsten Jahre gebe. Er spricht von einem "überwältigenden Vertrauensbeweis" der Bürger, er dankt seinem Kontrahenten, der bis dato kommunalpolitisch noch nie in Erscheinung getreten war, dafür, dass dieser "eine demokratische Auswahl" erste ermöglicht habe. Die mäßige Wahlbeteiligung sei "noch akzeptabel, aber ein Wermutstropfen". Mit mehr habe er aber nicht gerechnet. Ein zweistelliges Ergebnis für Damaschke habe er erwartet, sagt Nopper.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat, Volker Schwarze, freut sich über das Ergebnis des Parteifreunds. Er sagt aber auch, dass er "etwas enttäuscht" sei wegen der doch beachtlichen Zahl der Gegenstimmen. Sein Kollege von der SPD, Heinz Franke, vermutet, die 12,5 Prozent seien in ersten Linie "Stimmen gegen Nopper und nicht pro Damaschke". Daniel Mouartidis, der Stadtrat der Grünen und deren ehemaliger Landesvorsitzender, sagt, es sei richtig gewesen, dass er selbst nicht gegen Nopper angetreten sei. "Nopper war nicht zu schlagen", erklärt er. Damaschke sagt, immerhin habe er in jedem Wahlbezirk mindestens zehn Prozent erreicht. Darauf will er offenkundig aufbauen. Er habe vor, sich bei den nächsten Kommunalwahlen für einen Sitz im Backnanger Stadtparlament zu bewerben. Für welche Partei, das wisse er noch nicht.

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