OB-Wahl in Ludwigsburg Das Rennen ist noch offen

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Die Unterstützung der meisten Parteien in Ludwigsburg für Matthias Knecht hilft dem Herausforderer bei der OB-Wahl. Doch man sollte Werner Spec nicht unterschätzen – so die Analyse von Rafael Binkowski.

Werner Spec macht Wahlkampf, hier im Blühenden Barock mit Volker Kugel (links) und Andreas Hykade vom Animationsinstitut der Filmakademie (rechts). Foto: factum/
Werner Spec macht Wahlkampf, hier im Blühenden Barock mit Volker Kugel (links) und Andreas Hykade vom Animationsinstitut der Filmakademie (rechts). Foto: factum/

Ludwigsburg - Nun stellen sich also auch die Grünen hinter den Gegenkandidaten, auf den sich alle oppositionellen Kräfte der Stadt verständigt haben. Auf den Schultern des 43-jährigen Juristen ruhen nun alle Hoffnungen derjenigen, die nach 16 Jahren genug von Werner Spec haben. Die Allianz der Gegner sieht auf dem Papier beeindruckend aus: Nur die Freien Wähler stehen noch – notgedrungen – zu ihrem Neu-Mitglied Spec, die FDP legt sich noch nicht fest.

Nicht die Parteien entscheiden die OB-Wahlen

Das ist insofern bedeutsam, als sich gegen eine solche Front und den weit verbreiteten Unmut vieler Rathausmitarbeiter schwer regieren oder Wahlkampf führen lässt. So fällt es Matthias Knecht leicht, als Versöhner und Zuhörer aufzutreten und damit einen anderen Politikstil anzupreisen. Doch OB-Wahlen sind Persönlichkeitswahlen und werden nicht nach parteipolitischen Präferenzen entschieden, sondern nach der Glaubwürdigkeit und dem Auftreten der Bewerber.

Mehr konkrete Vorschläge bitte!

Hier müssen beide Kandidaten noch liefern. Matthias Knecht will nicht mit zu vielen konkreten Vorstellungen Wähler verschrecken, einige praktische Ideen für Ludwigsburg wären aber schon noch wünschenswert. Werner Spec setzt auf seine Lieblingsthemen Digitalisierung und BRT-Busse, beides hat man allerdings schon oft gehört. Nun verkündet er im Kampf gegen Fahrverbote den Durchbruch. Ob das wirklich der Fall ist, wird man aber wohl erst nach der OB-Wahl wissen.