OB-Wahl in Schorndorf Diese Bewerber wollen zur Wahl antreten

Die Schorndorfer wählen ihr neues Stadtoberhaupt am 7. November. Foto: /Gottfried Stoppel 9 Bilder
Die Schorndorfer wählen ihr neues Stadtoberhaupt am 7. November. Foto: /Gottfried Stoppel

Am 12. Oktober war Bewerbungsschluss für die OB-Wahl in Schorndorf. Acht Kandidaten wollen die Nachfolge von Matthias Klopfer als Stadtoberhaupt antreten.

Rems-Murr: Isabelle Butschek (ibu)
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Schorndorf - Der Wahlkampf um das Amt des Oberbürgermeisters von Schorndorf hat schon vor dem Bewerbungsschluss am Dienstag Fahrt aufgenommen. Die Plakate an den Straßen werden sichtlich mehr, an den Markttagen positionieren sich die Bewerber in der Altstadt, laden über die sozialen Netzwerke zu Gesprächen und Rundgängen in den Ortsteilen ein.

Insgesamt sind es acht Kandidaten, die ihre Unterlagen bis Dienstagabend, 18 Uhr, bei der Stadtverwaltung abgegeben haben – wer alles zur Wahl zugelassen wird, entscheidet der Wahlausschuss am 14. Oktober. Gewählt wird schließlich am Sonntag, 7. November. Sollte ein zweiter Wahlgang notwendig sein, wird dieser am 28. November stattfinden.

Die SPD unterstützt offiziell keinen Bewerber

„Wir werden keine Kandidatin und keinen Kandidaten ins Rennen schicken“, hat die Schorndorfer SPD kurz vor dem Bewerbungsschluss mitgeteilt. Man habe gründlich, aufwendig und engagiert nach qualifizierten Bewerbern gesucht, teilweise auch fraktionsübergreifend. „Diejenigen, die wir für fähig halten, das Amt als Schorndorfer Stadtoberhaupt anzutreten, haben zum Teil nach langem Überlegen abgesagt. Andere haben uns nicht komplett überzeugen können“, schreiben Sabine Reichle, die Vorsitzende des SPD-Ortsverbands, sowie der Fraktionsvorsitzende Tim Schopf.

Man werde keinen Kandidaten offiziell unterstützen, die meisten Überschneidungen gebe es aber mit Bernd Hornikel. Der 52-Jährige hat sich als Erster beworben. Hornikel ist Jurist und stellvertretender Leiter des Amts Ludwigsburg im Landesbetrieb Vermögen und Bau. Dass er von außen komme, ermögliche einen offenen, neutralen Blick auf die Stadt. Er will die Potenziale der Stadt wecken, die unterschiedlichen Interessen ausgleichen und dadurch verbinden.

Zwei Stadträte wollen es wissen

CDU, FDP und Teile der Freien Wähler unterstützen den Stuttgarter CDU-Stadtrat Markus Reiners . Der 57-Jährige präsentiert sich als Kandidat der bürgerlichen Mitte – wird in Stuttgart wegen seiner Kernthemen Sicherheit und Ordnung eher dem konservativeren Lager seiner Partei zugeordnet. Reiners war bei der Kriminalpolizei, ist derzeit im Innenministerium im Bereich Digitalisierung tätig. Er wirbt mit seinen Erfahrungen, Qualifikationen und der Bürgernähe für sich.

Erfahrungen mit der Kommunalpolitik bringt als Schorndorfer Stadtrat der Kandidat Andreas Schneider mit. Der 46-Jährige ist in der Kinder- und Jugendhilfe tätig. Schneider, für die Grünen bei der Kommunalwahl angetreten, ist kein Parteimitglied mehr und Einzelstadtrat. Er sieht die Zeit für einen Kurswechsel gekommen, vor allem wenn es um die städtischen Finanzen geht.

Junge Alternative und erfahrener Unternehmer

Ebenfalls gebürtiger Schorndorfer ist der 32-jährige Tobias Schwenk. Er ist Einkaufsleiter bei einem Sanitär- und Badhersteller und möchte als Kandidat eine junge, dynamische, parteiunabhängige Alternative bieten. Ortsteile, Jugendarbeit, Kulturszene sowie Anliegen von Schulen und Kitas nennt er als seine Schwerpunkte.

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Bereits 65 Jahre alt ist der Schorndorfer Event- und Sportmanager Horst Zwipp, der lange international tätig war. Als Unternehmer habe er Visionen, Mut, Durchsetzungsvermögen benötigt, sei es ihm immer um die Sache gegangen – so möchte er auch an den Job als Stadtoberhaupt herangehen.

Zwei Frauen mit unterschiedlichen Themen

Um die Sache geht es auch der 52-jährigen Dörte Schnitzer. Ihr Schwerpunkt ist der Klimaschutz, sie war treibende Kraft hinter der Initiative, die das Ziel der Klimaneutralität vorangetrieben hat. Die Schorndorferin arbeitet beim Stuttgarter Sportamt. Sie stehe für eine Kultur der Demut, Ehrlichkeit und Kooperation. Weil sie kein Geld für einen Wahlkampf mit Plakaten oder Flyer habe, setze sie auf Leidenschaft und Kreativität.

Die zweite Frau in der Bewerberrunde ist Brigitte Aldinger. Die 56-Jährige ist IT-Beraterin und für „Die Basis“ bei der Landtags- und Bundestagswahl angetreten. Ihr Ziel ist es, die Finanzen der Stadt ins Lot zu bringen, sie will sich zudem für ein einvernehmliches Miteinander in Verwaltung, Stadtwerken und Gemeinderat einsetzen.

Letzter Kandidat ist Manuel Burbott. Der 32-Jährige stammt aus dem Teilort Weiler, wo er die Fußballabteilung leitet, und arbeitet beim Jobcenter. Er sieht sich als Wirtschaftsjurist gut gewappnet, will die Gemeinschaft stärken, Gastronomie, Kultur und Einzelhandel unterstützen.

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Die Stadt Schorndorf veranstaltet öffentliche Vorstellungen der Kandidaten. Alle Termine finden sich auf www.schorndorf.de.




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