OB-Wahl in Stuttgart Höhere Wahlbeteiligung als in Runde eins

OB-Wahl in Stuttgart: Wer wird der neue Herr über den Kessel? Foto: Leserfotograf freudestrahl 6 Bilder
OB-Wahl in Stuttgart: Wer wird der neue Herr über den Kessel? Foto: Leserfotograf freudestrahl

Der zweite Wahlgang hat offenbar mehr Stuttgarter mobilisiert: Bis 17 Uhr lag die Beteiligung am Sonntag inklusive Briefwahl bei 45,7 Prozent. Turner gab schon um 10 Uhr seine Stimme ab, Kuhn hielt nachmittags noch ein Schläfchen.

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Stuttgart - Die Stuttgarter Oberbürgermeisterwahl ist beendet. Um 18 Uhr haben in der Landeshauptstadt die Wahllokale geschlossen. Mit ersten Ergebnissen wird ab 18.30 Uhr gerechnet, etwa eine Stunde später soll der Sieger feststehen. Zur zweiten und entscheidenden Wahlrunde hatten bis 17 Uhr 45,7 Prozent der 413.000 Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben - etwas mehr als zwei Wochen zuvor.

Als Favorit nach dem ersten Wahlgang war der frühere Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Fritz Kuhn, ins Rennen gegangen. Er lag vor zwei Wochen mit 36,5 Prozent der Stimmen zwei Prozentpunkte vor dem parteilosen Werbe-Profi Sebastian Turner, den CDU, FDP und Freie Wähler unterstützen.

Nach den Erfahrungen des ersten Wahlgangs wird erwartet, dass Turner stärker von den Briefwählern profitiert, Kuhn dafür mehr von den Bürgern, die am Sonntag zur Wahl gehen. Das macht den Wahlausgang noch ungewisser.

Turner und Kuhn rufen via Twitter zur Wahl auf

Sowohl Turner als auch Kuhn riefen via Kurznachrichtendienst Twitter zum Wählen auf. "Bis 18 h wählen gehen", twitterte Turner und Kuhn berichtete, er habe nachmittags noch ein kurzes Schläfchen gehalten.

Insgesamt treten noch neun Bewerber an. Die SPD hatte eine Wahlempfehlung für Kuhn abgegeben, nachdem die von ihr nominierte parteilose Sozialbürgermeisterin von Schwäbisch Hall, Bettina Wilhelm, ihre Kandidatur nach 15,1 Prozent der Stimmen und dem dritten Platz vor zwei Wochen zurückgezogen hatte. Beim zweiten Wahlgang reicht die einfache Mehrheit für den Sieg.

56.000 machen Briefwahl

56.000 Wahlberechtigten hatte die Verwaltung in den vergangenen Tagen Briefwahlunterlagen geschickt. Das entspricht einem Anteil von rund 14 Prozent. Nach Angaben des Sprechers hatten mehr als 11 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimmzettel zurückgeschickt. Die Briefwahlbeteiligung vor zwei Wochen lag bei 12,3 Prozent.

Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) gibt sein Amt nach 16 Jahren auf. Bei seiner Wahl vor acht Jahren hatte die Wahlbeteiligung bei insgesamt 46 Prozent gelegen.

 




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