OB-Wahl in Stuttgart Kuhn vor Papst und Labbadia

Unter ferner liefen: Papst Benedikt XVI. bekam bei der OB-Wahl zwei Stimmen. Foto: dpa 28 Bilder
Unter ferner liefen: Papst Benedikt XVI. bekam bei der OB-Wahl zwei Stimmen. Foto: dpa

Das amtliche Ergebnis der OB-Wahl steht jetzt fest. An der Reihenfolge an der Spitze hat sich nichts geändert. Dafür haben es der VfB-Coach und der Heilige Vater in die Ergebnislisten geschafft.

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Stuttgart - Am Dienstag hat der Gemeindewahlausschuss das Ergebnis der Neuwahl des Oberbürgermeisters festgestellt. Sieger bleibt der Grünen-Bundestagsabgeordnete Fritz Kuhn. Der 56-Jährige hat gegenüber dem vorläufigen amtlichen Endergebnis vom Sonntagabend zwölf Stimmen zugelegt und kommt auf 102 753 Stimmen. Es bleibt aber bei einem Anteil von 52,9 Prozent. Sein Konkurrent bei der Neuwahl, der von CDU nominierte sowie von Freien Wählern und FDP unterstützte parteilose Unternehmer Sebastian Turner erreichte 87 973 Stimmen, vier mehr als am vergangenen Sonntag mitgeteilt. Das ergibt weiterhin 45,3 Prozent.

2264 mehr Bürger an der Urne als vor zwei Wochen

Im zweiten Durchgang betrug die Zahl der Wahlberechtigten 413 348, das sind 1961 weniger als beim ersten Wahlgang am 7. Oktober. Die Differenz entstand durch Todesfälle und Wegzüge. An der Neuwahl beteiligten sich 195 251 Bürger (47,2 Prozent), 2264 mehr als beim ersten Mal (Beteiligung 46,7 Prozent). Der Gemeindewahlausschuss hat 46 501 Briefwähler registriert. 876 Stimmzettel waren ungültig – zwölf weniger als am Sonntag vermutet, so dass man am Schluss auf 194 375 gültige Stimmen gekommen ist.

Drittbester Kandidat hinter Fritz Kuhn und Sebastian Turner ist der Stuttgart-21-Kritiker Jens Loewe; er kam auf 1371 Stimmen, was 1,1 Prozent entspricht. Die übrigen sechs auf dem Stimmzettel vermerkten Bewerber schnitten folgendermaßen ab: Ulrich Weiler (499 Stimmen), Ralph Schertlen (414), Ralph Heier, genannt Selma Kruppschke (401), Wolfgang Schmid (352), Stephan Ossenkopf (272) und Werner Ressdorf (85).

Schuster und Renner mit je fünf Stimmen

Das Wahlrecht sieht auch vor, dass Personen gewählt werden dürfen, die nicht auf dem Stimmzettel vorgegeben sind. 255 Stimmen wurden so vergeben. Am häufigsten wurde das Duo genannt, das nach dem ersten Wahlgang die Kandidatur zurückgezogen hatte: Der Vertreter der SÖS und Wortführer der Stuttgart-21-Gegner, Hannes Rockenbauch, erhielt 114 Stimmen. Die von der SPD nominierte Erste Bürgermeisterin von Schwäbisch Hall, Bettina Wilhelm, wurde von 56 Bürgern gewählt. Je fünf Stimmen erhielten OB Wolfgang Schuster und der Fast-OB-Kandidat der Stuttgarter CDU, Andreas Renner. Auf vier Stimmen kam Alt-OB Manfred Rommel, je drei erhielten der FDP-Stadtrat Bernd Klingler und die Bürgermeisterin Susanne Eisenmann. Zwei Bürger wählten Papst Benedikt XVI. und je einer den VfB-Trainer Bruno Labbadia und den Schauspieler Walter Sittler.

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