Stadtspaziergang mit Martin Körner Mit Körner in der Bildungsstadt
Der OB-Kandidat und Sozialdemokrat Martin Körner rückt das Thema Bildung bei einem Stadtspaziergang in den Mittelpunkt und nimmt die Gäste mit auf eine Bildungsreise durch Stuttgart.
Der OB-Kandidat und Sozialdemokrat Martin Körner rückt das Thema Bildung bei einem Stadtspaziergang in den Mittelpunkt und nimmt die Gäste mit auf eine Bildungsreise durch Stuttgart.
Stuttgart - Wegen der Corona-Pandemie tragen die Teilnehmer schon Masken, aber an diesem Samstag gehört zu den Utensilien auch noch ein Schirm. Das Wetter sei leider „nur mittelprächtig“, stellt SPD-Kandidat Martin Körner fest. Aber von ein paar Regentropfen lässt sich der erfahrene Sozialdemokrat nicht beirren. Am Hans-im-Glück-Brunnen, wo der Veranstalter des Spaziergangs, die Stiftung Geißstraße, ihren Sitz hat, geht es auf eine innerstädtische Bildungsreise zu Orten, die der 1970 in Schwäbisch Hall geborene Körner mit Bedacht ausgewählt hat. Einem Sozialdemokraten wie ihm sei das Thema Bildung „besonders wichtig, weil Bildung den Menschen befähigt, ein freies Leben zu führen“, begründet er die Auswahl.
Station eins: die VHS am Rotebühlplatz. Wenn es nach ihm geht, erklärt der SPD-Kandidat, „dann müsste die Stadt die Einrichtung noch mehr als ihre kommunale Einrichtung verstehen“. Martin Körner kennt die VHS gut, lange Jahre saß er dort im Aufsichtsrat. Entsprechend vertraut ist er mit der Direktorin Dagmar Mikasch-Köthner. Sie schildert den Besuchern die aktuelle L age unter Corona-Bedingungen. Der neue Alltag ist in dem mehrgeschossigen, von nicht eben breiten Treppen durchzogenen Gebäude nicht ganz einfach. In dieser schwierigen Situation sieht Dagmar Mikasch-Köthner die VHS gut von der Stadt unterstützt.
Aber natürlich gibt es noch andere Notwendigkeiten und Zukunftsprojekte. Die digitale Nachrüstung des Baus, die Verbesserung des Brandschutzes. Martin Körner ist die Realisierung einer Schule für Erwachsene, die auch der gesellschaftlichen und beruflichen Integration von Migranten zugute käme, wichtig. Zwar kann man sich an der VHS auf den Hauptschulabschluss vorbereiten und das Abendgymnasium besuchen. Aber die Bildungsstufen sind nicht durchgängig, stehen unverbunden nebeneinander. Dagmar Mikasch-Köthner will ein Stuttgarter Modell für eine Schule für Erwachsene entwickeln.
Weiter geht’s Richtung Berliner Platz. Biografischer Kurzhalt an der LBBW-Niederlassung am Bollwerk: Hier hat der studierte Volkswirt Körner einige Jahre gearbeitet. Den abwechslungsreich gestalteten, 1997 fertiggestellten Glasbau von Behnisch Architekten zählt Körner zu den „architektonischen Highlights“ der Stadt.
Über den Berliner Platz („eine der kompliziertesten Kreuzungen Stuttgarts“) geht es zur Gewerblichen Schule Im Hoppenlau. Hier macht Martin Körner Station, weil ihm die Duale Ausbildung am Herzen liegt, deren Bedeutung für das Bildungswesen er mehr ins Rampenlicht rücken will. Nicht nur wegen des Fachkräftemangels. An den berufsbildenden Schulen der Stadt werde „tolle Arbeit zur Integration von Geflüchteten geleistet“.
Das entspricht ganz der Auffassung von Schulleiter Andreas Baitinger. 1300 Schüler habe die Einrichtung, erzählt Baitinger, etwa 200 von diesen seien „Neuzugewanderte“. Sehr zur Freunde etwa von Bäckern und Metzgern, die zu den Berufsgruppen Nahrungsmittel, Körperpflege und Handel gehören, deren Azubis in der Schule unterrichtet werden. Und an der Rosenbergstraße wird die Hälfte aller Müller Deutschlands ausgebildet, hier gibt es die einzigen Meisterschule für Müller in der Republik. In der Mühle im Schulgebäude (der größten, aber auch einzigen in der Stadt) erläutert Andreas Baitinger Feinheiten der Mehlproduktion. Er betont: Nur eine gute Ausbildung garantiere die hohe Qualität unserer Lebensmittel.
Zum Abschluss: das Literaturhaus im Bosch-Areal. Hier, im Arbeitszimmer des legendären Robert Bosch, hat Martin Körner seine Kandidatur für die OB-Wahl bekannt gegeben. Körner hat von Hause aus eine Affinität zur Literatur. Als Sohn einer Buchhändlerin habe er schon viel Zeit in Buchhandlungen und in Bibliotheken verbracht. Deshalb gehört Martin Körner zu den rund 1000 Mitgliedern der privaten Einrichtung. Das sind ziemlich viele, erklärt Erwin Krottenthaler, der stellvertretende Leiter. Kein Literaturhaus der Republik habe so viele Mitglieder. Und auch hier, betont Martin Körner, werde mit einem ausgesprochen umfangreichen Programm wichtige Bildungsarbeit geleistet.