OB-Wahl Sindelfingen Reinhardt: „So knapp zu verlieren, ist brutal bitter“

Max Reinhardt (rechts) gratuliert dem Wahlsieger Markus Kleemann Foto: Stefanie Schlecht

Bei der OB-Stichwahl in Sindelfingen ist der 25-jährige Max Reinhardt ganz knapp gescheitert. Am Tag danach zeigt er sich sehr enttäuscht, will sich aber weiter engagieren.

Lange war Max Reinhardt am Wahlabend knapp vorne, am Ende wurde er aber doch von Markus Kleemann (CDU) noch überholt.

 

Schlussendlich trennten die beiden Kandidaten bei der Stichwahl nur 79 Stimmen oder knapp 0,5 Prozentpunkte. Markus Kleemann kam auf 50,24 Prozent, Max Reinhardt auf 49,76 Prozent der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 37,2 Prozent.

Bittere Niederlage

„Das ist brutal bitter“, sagt Max Reinhardt am Montagvormittag am Telefon, „ich bin sehr traurig und enttäuscht.“ Gleichwohl sei er dankbar für das Vertrauen, das ihm so viele Sindelfingerinnen und Sindelfinger geschenkt haben. 8058 Stimmen erhielt der 25-Jährige insgesamt, Kleemann bekam 8137 Stimmen. „So knapp zu verlieren, ist das Bitterste, was man sich vorstellen kann“, stellte Reinhardt fest.

Gleichzeitig will der junge Jurist und FDP-Stadtrat sein Engagement nach der Wahlniederlage nicht reduzieren, sowohl lokalpolitisch als FDP-Stadtrat als auch auf Vereinsebene. „Sindelfingen ist meine Stadt, ich werde mich weiter voll einbringen.“

Die Entscheidung fiel in Teilorten

Dem Wahlsieger und neuen Oberbürgermeister Markus Kleemann wünsche er nur das Beste, auf ihn will Reinhardt lokalpolitisch zugehen. „Ich werde ihm die Hand ausstrecken und die Zusammenarbeit anbieten, um gemeinsam in Sindelfingen etwas zu bewegen.“

Während Max Reinhardt in der Kernstadt vorne war, lag er in den Teilorten Maichingen und Darmsheim einige Prozentpunkte hinter Markus Kleemann – hier fiel letztlich die Entscheidung zugunsten des CDU-Politikers. Warum geriet Max Reinhardt hier ins Hintertreffen? „Es ist müßig, das zu analysieren“, sagt der 25-Jährige, „es gibt dort vielleicht ein paar andere Themen, aber das ist Kaffeesatzleserei.“

Auch im ersten Wahlgang war es knapp

Bernd Vöhringer (CDU) war nach 24 Jahren als Oberbürgermeister nicht mehr angetreten. Beim ersten Wahlgang am 11. Mai hatte Max Reinhardt 37,0 Prozent der Stimmen erhalten, Markus Kleemann 35,4 Prozent. Somit waren diese beiden Bewerber für die Stichwahl qualifiziert.

Der drittplatzierte Lukas Rosengrün (SPD), Bürgermeister in Ehningen, kam auf 22,6 Prozent. Cengiz Karakas erhielt als Viertplatzierter 1,8 Prozent, die weiteren fünf Kandidatinnen und Kandidaten blieben unter einem Prozent.

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