Oberhaupt der Tibeter Dalai Lama feiert seinen Geburtstag online

Von red/dpa 

Das geistliche Oberhaupt der Tibeter bittet an seinem 85. Geburtstag um Gebete, damit er weit über 100 Jahre alt wird. Einige Würdenträger gratulierten per Videobotschaft.

Der Dalai Lama feiert am 6. Juli seinen 85. Geburtstag. Foto: dpa/Marijan Murat
Der Dalai Lama feiert am 6. Juli seinen 85. Geburtstag. Foto: dpa/Marijan Murat

Neu Delhi  - Der Dalai Lama hat am Montag seinen 85. Geburtstag gefeiert und seinen Anhängern vorgeschlagen, ein gewisses Mantra Tausend Mal zu rezitieren. „Mit dieser Übung werdet ihr Wurzeln der Tugend schaffen, die ihr mir widmen könnt - dem Gesandten der Gottheit Avalokiteshvara - damit ich etwa 108 oder 110 Jahre leben werde“, sagte das geistliche Oberhaupt der Tibeter in einer Videobotschaft von seiner Bleibe im Exil in der nordindischen Stadt Dharamsala. 

Er wirbt für die Rechte der Tibeter und will für sie im Dialog mit China kulturelle und religiöse Freiheiten innerhalb der Volksrepublik erreichen. Für seinen Einsatz wurde er mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Die chinesischen Behörden sehen ihn als Separatisten, der Chinas absoluten Anspruch auf die Gebirgsprovinz Tibet gefährdet, und verbieten ihm die Heimkehr.

Feierlichkeiten verliefen weitgehend online

Die Geburtstagsfeierlichkeiten verliefen coronabedingt weitgehend online. Zum Geburtstag veröffentlichte der Dalai Lama ein Album - mit Mantras, Lehren und Musik. Er sagte: „Der Sinn meines Lebens ist es, so sehr zu dienen, wie ich kann. Musik kann Menschen auf eine Art helfen, wie ich das nicht kann.“

Einige Würdenträger gratulierten per Videobotschaft. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier etwa sagte: „Wir wünschen, dass Du gesund bleibst und das Beste für die Zukunft.“ Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) forderte die Bundesregierung in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk auf, sich stärker für die Menschenrechte in Tibet einzusetzen. „Für mich ist heute mit seinem Geburtstag tatsächlich auch die Forderung zu verknüpfen, dass endlich versucht wird, Druck auszuüben auch im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft auf China“, sagte sie.




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