Öffentlicher Dienst Warnstreiks sollen Land Druck machen

Von SIR/dpa 

5,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 175 Euro monatlich mehr - so lautet die Forderung der Gewerkschaft Verdi für den öffentlichen Dienst. Neue Streiks sollen ihr Nachdruck verleihen.

Verdi macht beim öffentlichen Dienst Druck. Foto: dpa
Verdi macht beim öffentlichen Dienst Druck. Foto: dpa

Stuttgart - Mehrere Gewerkschaften verstärken in dieser Woche den Druck auf die öffentlichen Arbeitgeber. Der Beamtenbund und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Verdi und die Gewerkschaft der Polizei rufen für Mittwoch und Freitag zu Warnstreiks der Tarifbeschäftigten der Länder auf, um ihre Forderungen vor der dritten Tarifrunde am 16./17. März zu untermauern.

Verdi verlangt für die 800.000 Tarifangestellten der Länder unter anderem 5,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 175 Euro monatlich mehr. Hauptgründe für den bisher ergebnislosen Verlauf der Tarifverhandlungen waren aber Differenzen über die betriebliche Altersvorsorge und die tarifliche Eingruppierung der angestellten Lehrer. Die Einkommensunterschiede zwischen angestellten und verbeamteten Lehrern sind nach Einschätzung der Gewerkschaften massiv.

Am Mittwoch plant der Beamtenbund eine Demonstration mit anschließender Kundgebung, zu der Chef des Beamtenbundes, Volker Stich, als Redner erwartet wird. Freitag folgt der landesweite Warnstreik-Tag der DGB-Gewerkschaften. Zum Warnstreik aufgerufen sind neben Lehrern auch Beschäftigte in Hochschulen, Landestheatern, Ministerien und der Justiz.

Wegen des geringen Anteils angestellter Lehrer im baden-württembergischen Schuldienst werden sich die Auswirkungen der Aktionen auf den Unterricht in Maßen halten. Nach Angaben des Kultusministeriums ist bei kurzfristigen Abwesenheiten - wie in diesem Fall durch den Streik bedingt - die jeweilige Schulleitung verantwortlich, diese auszugleichen. Die Schulen seien gefragt, eigene Konzepte zur Vermeidung von kurzfristigem Unterrichtsausfall zu entwickeln.

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