Ökostation in Stuttgart-Nord Vom Bienenhotel bis zum Salatkopf

Katharina Schober verkauft frischen Salat und anderes Gemüse. Foto: Fritzsche
Katharina Schober verkauft frischen Salat und anderes Gemüse. Foto: Fritzsche

Beim Markttag an der Ökostation der Volkshochschule gab es viel zu entdecken: das Gelände der Ökostation, verschiedene Kurse und Projekte, die sich dort beteiligen. Beispielsweise die Imkerin, die dort ihre Bienenstöcke hat, oder die Verkäuferin des Reyerhofes, die frisches Gemüse verkauft.

Filderzeitung: Rebecca Anna Fritzsche (fri)
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S-Nord - Natur in der Stadt, das ist ein oft gehörter Wunsch – für die Kinder, für den eigenen Seelenfrieden, für die Entspannung am Wochenende. Nirgendwo passt dieser Satz besser als auf die Ökostation der Volkshochschule am Wartberg. Am Samstag hatte die Station zum Markttag geladen, damit die Besucher die Ökostation kennen lernen und entdecken konnten, sagte die Volkshochschulleiterin Dagmar Mikasch-Köthner. Der Verwaltungsbürgermeister Werner Wölfle sagte zur Begrüßung, er freue sich jedes Mal, wenn er hierher käme: „Danke an alle, die dieses liebenswerte Kleinod in der Stadt hegen und pflegen.“ Anschließend führte die Leiterin der Ökostation, Karin Haupt, die Besucher über die Anlage. „Die Natur mitten in der Stadt muss man auch mit allen Sinnen erleben.“ Im nahe gelegenen Tümpel lernen Kindergartengruppen und Schulklassen, wie aus Kaulquappen Molche und Frösche werden, und den traditionellen Holzofen im Backhaus hatten die Bäckerinnen vom Backhaus bereits am Tag zuvor angefeuert, um am Samstag Flammkuchen mit Tomaten, Rosinenbrötchen und Apfelrahmkuchen anbieten zu können.

Drei Bienenstöcke stehen beim Lehrgarten

Im Lehrgarten kümmert sich eine Gruppe Ehrenamtlicher um das Einsäen, Jäten und Ernten. „Wir haben einen Selbstversorgergarten angelegt“, berichtet Karin Haupt, „um zu zeigen, dass dies auch auf kleiner Fläche geht, in Mischkultur, damit der Boden nicht ausgelaugt wird“. Nisthilfen stehen für Wildbienen bereit, sowie Insektenhotels für andere Gliederfüßer. Und drei Bienenstöcke stehen hier, sie gehören der Feuerbacher Imkerin Emmi Laich. „Von April bis Juni bin ich jede Woche hier, um nach den Bienen zu sehen“, erklärt sie. Rund 15 bis 25 Kilogramm Honig erwirtschaften die Bienen jedes Jahr; diesen verkauft Laich nicht nur als Linden- oder Waldhonig, sie fertigt auch Bienenwachskerzen. „Mir ist die Biene und ihre Umwelt wichtig“, sagt Laich. „Und ich möchte Kindern vermitteln, wie ungefährlich Bienen sein können.“

An den Ständen kann der Wocheneinkauf erledigt werden: es gibt viel Selbstgemachtes, von Seifen bis Schaumwein, Katharina Schober vom Reyerhof verkauft erntefrisches Bio-Gemüse; nebenan wird über So-La-Wi informiert: die Initiative Solidarische Landwirtschaft ist eine Gruppe von Verbrauchern, die mit Landwirten kooperiert, um lokal und saisonal produzierte Bio-Lebensmittel zu erhalten.

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