Ökumenischer Abend in Stuttgart-Kaltental Beim Essen über die Freiheit reden

Grund zum Feiern: am 31. Oktober 1517 soll Martin Luther seine Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg geschlagen haben. Foto: dpa-Zentralbild
Grund zum Feiern: am 31. Oktober 1517 soll Martin Luther seine Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg geschlagen haben. Foto: dpa-Zentralbild

Protestanten und Katholiken diskutieren im Franziskus-Saal in Stuttgart-Kaltental bei Tisch über Luthers Thesen.

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Kaltental - Für die beiden großen Konfessionen steht das Jahr 2017 ganz im Zeichen Martin Luthers. Der Grund: der Reformator soll seine 95 Thesen am 31. Oktober 1517 an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg geschlagen haben. Daher stehen Luther und seine Schriften auch im Mittelpunkt der ökumenischen Reihe der katholischen Gemeinde Sankt Antonius und der evangelischen Thomaskirchengemeinde. Einen Abend in der Tradition Luthers veranstalten die Gemeinden aus Kaltental am Freitag, 31. März, 19 bis 22 Uhr, im Franziskus-Saal, Burgstraße 29.

Tischreden wie bei Luther

Zu Luthers Lebzeiten war es üblich, sich in den Häusern zum Essen zu treffen. Dabei wurden kurze Tischreden gehalten, um zur Diskussion anzuregen. In diesem Stil soll auch der Abend der beiden Gemeinden ablaufen. Der ehemalige Oberkirchenrat Heiner Küenzlen und die katholische Gemeindereferentin Gabriele Fischer haben diesen organisiert. Das Thema lautet „Wie ist das mit der Freiheit“. Das Thema Freiheit sei ein originäres Thema der Reformation sagt Küenzlen. Luther selbst hat dazu im Jahr 1521 die Schrift „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ verfasst.

Gespräche in kleiner Runde

Um kleine Reden zu halten und eine Diskussion anzustoßen, sind fünf Gäste eingeladen. Einer von ihnen ist Kai Müller, der stellvertretende Ressortleiter der Lokalredaktion von Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten. Er sagt einleitend etwas über die Meinungs- und Pressefreiheit. Zu dem untergeordneten Thema „Freiheit mit oder ohne Kirche“ äußern sich der kirchennahe Christ Malte Sell aus Kaltental und der Vaihinger Gymnasiallehrer Ralf Kellermann, ein von der Kirche distanzierter Christ. Das zweite Thema ist „Selbstbestimmung und Unterordnung“. Hier stehen sich die Beiträge der Pädagogin der Freien aktiven Schule auf den Fildern, Isabel Kaufhold, und der Ordensfrau Nicola Kreß gegenüber.

Die Gespräche finden an mehreren Tischen statt, an die auch die Redner verteilt werden, damit kleine Diskussionsrunden zustande kommen können und alle eingebunden werden. Anmeldungen sind bis Freitag, 24. März, telefonisch unter der Nummer 0711/ 68 43 81 möglich. Der Eintritt ist frei; sind Spenden willkommen.




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