ÖPNV in Stuttgart Grüne für billigere Scool-Abos

Von Barbara Czimmer 

Bürger und Politiker haben die Initiative für bezahlbare Bus- und Bahnfahrten ergriffen. Sozialtickets und Scool-Abos sollen günstiger werden, Schülergruppen sollen umsonst fahren.

Umsonst mit Bus und Bahn zu Schulausflügen? Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
Umsonst mit Bus und Bahn zu Schulausflügen? Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Stuttgart - Im Herbst 2017 haben die Grünen im Gemeinderat freie Fahrt für Schülergruppen in Bus und Bahn zu Bildungsangeboten gefordert. Jetzt will die Fraktion auch das Scool-Abo günstiger machen. Die Stadträte möchten, dass die Stadt ihre Zuschüsse zum 1-Zonen-Job-Ticket und zum Scool-Abo erhöht. Der Aufwand soll aus den Mitteln beglichen werden, die durch die Tarifreform gespart werden. Bisher subventioniert die Stadt den Scool-Abo-Preis von 42,35 Euro mit monatlich drei Euro, ansonsten profitierten Schüler nicht von der Tarifzonenreform, so die Grünen.

Wie in unserer Zeitung berichtet, klagen Schulen, Lehrer und Organisationen, die sich um die Teilhabe der Kinder an Bildung und Kultur bemühen, über die hohen Fahrpreise in Stuttgart, insbesondere für Kinder ohne Scool-Abo. Seither haben sich weitere Organisationen für günstigere beziehungsweise kostenlose Fahrten für bestimmte Bevölkerungsgruppen eingesetzt. In einem Brief an OB Fritz Kuhn (Grüne) legt die Neue Arbeit dar, dass die Regelsätze für Langzeitarbeitslose, Familien mit aufstockenden Hilfen und Minderjährige nicht ausreichen. Die Sozialtickets kosteten für zwei Zonen 43,20 Euro, in den Regelsätzen seien für Bus und Bahn nur 34,65 Euro vorgesehen. Arzt-, Ämter- und Familienbesuche außerhalb der Zwei-Zonen-Zone könnten sich die meisten kaum leisten. Auch Claudia Franzin, die sich mit dem Hort Helfergasse seit 2006 für die freie Fahrt für Schülergruppen einsetzt, erneuerte ihre Forderung.

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