Offensivspieler des VfB Stuttgart Gespräche weit fortgeschritten – der Plan mit Noah Darvich

Wird den VfB verlassen – zumindest vorübergehend: Noah Darvich. Foto: Pressefoto Baumann

Der 19-Jährige steht vor einem Wechsel nach Elversberg, spielt in den langfristigen Überlegungen des VfB aber weiter eine Rolle.

Sport: David Scheu (dsc)

Das Jahr 2026 ist bislang ein gutes für Noah Darvich. Der Offensivspieler des VfB Stuttgart kam in der U21 in der dritten Liga immer besser in Fahrt, steuerte seit Januar sieben Tore und fünf Vorlagen bei – und steht nun vor dem nächsten Schritt. Nach Informationen unserer Redaktion befinden sich die Gespräche über eine Leihe des 19-Jährigen zum Bundesliga-Aufsteiger SV Elversberg auf der Zielgeraden, lediglich Details sind noch zu klären.

 

Der Wechsel soll aber nicht das Ende von Darvichs Zeit beim VfB bilden, sondern vielmehr ein Zwischenschritt sein. In Stuttgart glaubt man an die Qualitäten des technisch versierten Offensivspielers mit dem großen Zug zum Tor – und traut ihm zu, sich dauerhaft in der Bundesliga zu etablieren.

Auf sein Pflichtspiel-Debüt unter Sebastian Hoeneß wartet Darvich noch

Eine Kaufoption wird die SVE deshalb nicht erhalten, sodass Darvich nach einem Jahr im besten Fall mit reichlich Erstliga-Erfahrung zurück nach Bad Cannstatt kehrt. Dort hatte der Youngster im vergangenen Sommer einen Vertrag bis 2029 unterschrieben – nach vorherigen Stationen im Nachwuchsleistungszentrum des SC Freiburg und der Jugendschmiede des FC Barcelona.

Sebastian Hoeneß verfolgt die Entwicklung von Noah Darvich genau. Foto: Baumann/Hansi Britsch

Der Standort Elversberg passt nun aus mehreren Gründen ins Anforderungsprofil für den nächsten Schritt. Eine weitere Saison in der dritten Liga war im Sinne der weiteren Entwicklung keine Option, ein direktes Aufrücken in den Stuttgarter Bundesliga-Kader aber zugleich mit einem Risiko behaftet: In der zurückliegenden Saison absolvierte Darvich keine einzige Pflichtspiel-Minute bei der Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß, der den 43-maligen deutschen U-Nationalspieler angesichts der großen Konkurrenz in der Offensive leidglich in Testspielen einsetzte. Ob Darvich nun – trotz der steil nach oben zeigenden Leistungskurve – die nötigen regelmäßigen Einsatzzeiten bei der Lizenzspieler-Mannschaft des VfB erhalten hätte, ist ungewiss.

Hinzu kommt: Der Wechsel ins Saarland ergibt auch mit Blick auf die Spielanlage Sinn. Die SVE setzt unter Trainer Vincent Wagner wie der VfB auf einen aktiven Offensivfußball, was auch die Zahlen belegen. In der vergangenen Saison erzielte Elversberg in der zweiten Liga die meisten Tore (64) und hatte den dritthöchsten Ballbesitz-Anteil (54 Prozent).

Zwar wird dieser Stil eine Spielklasse höher nicht komplett beizubehalten sein, einen grundsätzlichen Paradigmenwechsel soll es in Elversberg aber nicht geben – wovon nun auch die bevorstehende Leihe des spielstarken Darvich zeugt.

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