Abschied von Prinz Philip Royals müssen bei Trauerfeier Masken tragen

Noch immer werden vor dem Buckingham Palace Blumen und Beileidskarten abgelegt. Prinz Charles und seine Frau Camilla besichtigten die inoffizielle Gedenkstätte am Donnerstag. Foto: Jeremy Selwyn/Evening Standard/PA Wire/dpa Foto: dpa 2 Bilder
Noch immer werden vor dem Buckingham Palace Blumen und Beileidskarten abgelegt. Prinz Charles und seine Frau Camilla besichtigten die inoffizielle Gedenkstätte am Donnerstag. Foto: Jeremy Selwyn/Evening Standard/PA Wire/dpa

Beim Abschied von Prinz Philip gilt zudem ein Abstandsgebot. Militärische Uniformen werden am Samstag nicht zu sehen sein - Gerüchten zufolge aus Rücksicht auf Prinz Harry.

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Windsor/London - Großbritanniens königliche Familie muss bei der Trauerfeier für Prinz Philip Schutzmasken tragen und Abstand halten. Das geht aus den Details zur Zeremonie am Samstag auf Schloss Windsor hervor.

Der Herzog von Edinburgh und Ehemann von Queen Elizabeth II. war am vergangenen Freitag im Alter von 99 Jahren gestorben.

Statt den Gästen selbst soll wegen der Corona-Ansteckungsgefahr nur ein kleiner Chor aus vier Personen bei der Zeremonie singen. Außerdem wird die musikalische Untermalung durch die Vertreter der Royal Navy und der Marine eine zentrale Rolle spielen.

Zu den 30 Gästen gehören neben dem engsten Familienkreis auch drei Vertreter von Philips adeliger deutscher Verwandtschaft.

Zudem bestätigte der Buckingham-Palast, dass die Royals nicht in militärischen Uniformen auftreten werden. Die Männer sollen demnach einen sogenannten Morning Coat oder Cutaway tragen, das Gegenstück zum Frack, der nur für abendliche Anlässe vorgesehen ist.

Britischen Medienberichten zufolge soll damit vermieden werden, dass Prinz Harry als einziges männliches Mitglied der engsten Familie keine Uniform trägt. Laut Protokoll darf er das nicht mehr, nachdem er seine militärischen Titel mit dem Rückzug aus dem Königshaus ablegen musste.

Ein weiterer Grund für den Verzicht auf Uniformen könnte den Berichten zufolge aber auch der Wunsch von Prinz Andrew (61) gewesen sein, eine Admiralsuniform zu tragen. Die Beförderung zum Admiral hätte eigentlich zu seinem 60. Geburtstag angestanden - Andrew verzichtete aber wegen Vorwürfen gegen ihn im Epstein-Missbrauchsskandal.

Der zweitälteste Sohn der Queen war wegen seiner Freundschaft mit dem inzwischen gestorbenen US-Multimillionär Jeffrey Epstein in Bedrängnis geraten. Epstein soll jahrelang einen Missbrauchsring mit minderjährigen Opfern betrieben haben. Prinz Andrew hatte sich Ende 2019 von seinen royalen Aufgaben vorerst zurückgezogen.

Mit Spannung wird erwartet, ob das Wiedersehen von William und Harry im Rahmen der Trauerfeier für Prinz Philip zu einer Annäherung der Brüder führen kann. Seit dem Rückzug von Harry und seiner Frau Meghan aus dem Königshaus haben sich die Gräben vertieft. Am Samstag werden die Prinzen nicht direkt nebeneinander, sondern getrennt durch ihren Cousin Peter Philips hinter dem Sarg ihres Großvaters laufen.

Unterdessen laufen in England Proben und Sicherheitsoperationen, um einen reibungslosen Ablauf der Zeremonie am Samstag zu gewährleisten. Nach Angaben der Polizei war am Dienstag ein Mann in der Nähe des Buckingham-Palastes mit einer Axt festgenommen worden. Der Hintergrund blieb zunächst unklar. In Windsor, wo die Beerdigung stattfinden wird, durchkämmten Spezialeinheiten bereits Mülleimer, Briefkästen und Telefonzellen auf der Suche nach verdächtigen Gegenständen.

Am Donnerstag besichtigten Charles (72) und seine Frau, Herzogin Camilla (73), am Buckingham Palace Blumen und Beileidskarten, die dort - trotz der Bitte, davon abzusehen - noch immer von Menschen abgelegt werden. Der Termin fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

© dpa-infocom, dpa:210415-99-213732/6




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