Ex-Porsche-Manager im Fokus Sorgt für Spott: Olivia von Platen feiert ihren Liebesurlaub auf Instagram

, aktualisiert am 26.06.2025 - 14:00 Uhr
Der frühere Porsche-Manager Detlev von Platen ist mit der Influencerin Olivia von Platen verheiratet. Foto: IMAGO/Jan Huebner

Was früher in Familienalben blieb, wird heute mit Hunderttausenden im Netz geteilt. Urlaubsfotos des früheren Porsche-Managers Detlev von Platen sorgen für Aufsehen.

Stadtleben/Stadtkultur: Uwe Bogen (ubo)

Den Beruf des Influencers gab es früher nicht – und seine Entstehung ist das beste Beispiel dafür, wie die Digitalisierung die Gesellschaft verändert hat. Influencer-Marketing ist zum großen Geschäft geworden. Unternehmen investieren üppige Budgets, damit Stars der sozialen Medien ihre Produkte in Szene setzen.

 

Gleichzeitig wird das Berufsbild immer professioneller: Agenturen vertreten Influencer, es gibt Verträge, Mediadaten, Preislisten und Schulungen. Manche Influencer verdienen weit mehr als traditionelle Prominente – dafür müssen sie oft bereit sein, äußerst private Einblicke zu gewähren oder Dinge zu sagen, die sie früher allenfalls ihrem Tagebuch anvertraut haben.

„Oversharing“ auf Ibiza?

Inhalte, die an Blicke durchs Schlüsselloch erinnern, bringen Reichweite. Der Algorithmus liebt Emotionen, und Werbekunden schätzen die Nähe zur Community. Für Influencerinnen ist es ein kalkuliertes Risiko: Je mehr sie von sich preisgeben, desto stärker ist die Bindung ihrer Follower. Fachleute reden von „Oversharing“. Man teilt zu viele intime Details von sich. Doch wo endet Authentizität – und wo beginnt die Ausbeutung des eigenen Privatlebens?

Die 29-jährige Olivia von Platen, mit 116.000 Followern bei Instagram sehr gut im Geschäft, hat aus dem Ibiza-Urlaub mit ihrem 61-jährigen Ehemann Detlev von Platen, der im Februar den Porsche-Vorstand als Marketingchef verlassen musste, private Fotos und Filme gepostet. Diese Posts werden gerade bei Porsche in Zuffenhausen, in Fitnessstudios und WhatsApp-Gruppen eifrig hin- und hergeschickt – mitunter mit einem Hinweis wie: „Wie peinlich ist das denn?“

Früher hielt die Mutter von zwei Kindern, damals noch unter ihrem Mädchennamen Olivia Bopp, ihren Ehemann aus den sozialen Medien heraus, weil dies bei Porsche nicht gern gesehen würde, wenn er da erscheint. Tatsächlich ist immer wieder zu hören, ihre offenen Online-Aktivitäten hätten mit zu seinem Rauswurf beigetragen. Nun aber muss die erfolgreiche Influencerin den 61-Jährigen, der zum Privatier geworden ist, nicht mehr digital verstecken. Das Paar will sein Glück zeigen – das Glück, das man unter anderem beim Ibiza-Urlaub findet.

Porsche-Beben um Platen und Meschke

Lutz Meschke, der ebenfalls bei Porsche gehen musste, hat für seine Tätigkeit als Finanzvorstand eine Abfindung in Höhe von mehr als 11,6 Millionen Euro erhalten, berichtet das „Manager-Magazin“. Die Entlassungen der beiden Spitzenkräfte hatten für ein Beben beim Sportwagenhersteller gesorgt. Wie hoch die Abfindung bei Detlev von Platen ist, ist nicht bekannt. Insider sagen, er bekommt gar keine. Der ehemalige Marketingchef soll aber sein normales Jahresgehalt in Höhe von 945.000 Euro weiterhin erhalten, so heißt es, ohne dass er arbeitet. Der Vertrag laufe noch bis 2026.

Olivia von Platen und Anahita Rehbein

Die beste Freundin von Olivia von Platen hat sogar noch mehr Follower als sie: Anahita Rehbein kommt auf 269.000 bei Instagram. Auch die frühere Miss Germany sorgt gerade für Diskussionen. Im Netz hat die 31-Jährige öffentlich gemacht, dass sie 1800 Kilometer nur für zwölf Stunden nach Ibiza geflogen ist, um ihre Freundin Olivia von Platen zu überraschen. Jörg Echtermann, der frühere Ehemann von Rehbein, hatte für vier Tage den gemeinsamen Sohn bei sich und versichert, er habe nicht gewusst, dass seine Ex auf die Insel im Mittelmeer fliegen wollte: „Davon hat sie mir nichts gesagt.“

Privater Ibiza-Moment wird öffentlich

Auf Instagram wird nun diskutiert, ob so ein Kurztrip in die heutige Zeit passe. Die einen verweisen auf eine schlechte Ökobilanz, andere rühmen die Freundschaft der beiden Frauen. Die Diskussion jedenfalls erhöht mal wieder die Reichweite. Der Mitteilungsdrang der befreundeten Influencerinnen, so zeigt sich, ist nicht nur Teil einer emotionalen Erzählweise, sondern vor allem ein Mittel, um Klicks, Follower und damit Werbeeinnahmen zu maximieren. Keiner mag sich vorstellen, was der Sohn von Anahita Rehbein und Jörg Echtermann eines Tages darüber denkt, wenn er größer ist und die Postings sieht – das Internet vergisst nichts.


Die Grenzen zwischen Ehrlichkeit und Inszenierung verschwimmen. Das Phänomen wirkt schräg: Junge Menschen schauen anderen beim Leben zu, statt ihr eigenes zu gestalten, orientieren sich an Influencerinnen als Vorbilder – und haben aber auch großen Spaß, ordentlich zu spotten. Dann nämlich, wenn eine junge Frau auf einem Schiff verführerisch vor einem älteren Mann tanzt, als seien die beiden ganz allein, obwohl Zehntausende ihnen dabei zuschauen.

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