Olympia 2021 Karla Borger und Julia Sude spielt das Wetter rein

Julia Sude (links) und Karla Borger haben eine Medaille im Blick. Foto: imago/Beautiful Sports

Die Stuttgarter Beachvolleyballerinnen Karla Borger und Julia Sude spielen besser, wenn es heiß ist. In Tokio kann das ihr Vorteil sein.

Tokio - Auf die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele haben Karla Borger und Julia Sude verzichtet. Für die beiden Beachvolleyballerinnen gibt es in Tokio (noch) wichtigere Auftritte – den ersten schon an diesem Samstag (10 Uhr/MESZ). Die volle Konzentration gilt der eigenen Mission. „Ich bin froh, dass es endlich losgeht“, sagt Borger, die Abwehrspezialistin des Stuttgarter Duos, „schließlich war es ein schwerer Weg hierher.“ Das Problem: Leichter wird es nun nicht werden.

 

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Im Gegensatz zum zweiten deutschen Team Margareta Kozuch und Laura Ludwig (die als Fahnenträgerin bei der Eröffnungsfeier sein musste) haben Borger/Sude eine echte Hammergruppe erwischt. Mit den Europameisterinnen Joana Heidrich/Anouk Vergé-Depré (Schweiz), ihren Gegnerinnen zum Auftakt. Mit den Continental-Cup-Siegerinnen Katja Stam/Raisa Schoon (Niederlande). Und mit den Weltmeisterinnen Sarah Pavan/Melissa Humana-Paredes (Kanada). Schwerer wäre es nicht gegangen, ein Grund, um zu hadern, ist die Auslosung aus Sicht von Karla Borger aber nicht: „Wir haben schon bewiesen, dass wir alle diese Gegnerinnen schlagen können. Und wenn wir diese Gruppe schaffen, dann wissen wir, dass wir vorne mitspielen können.“

Um sicher ins Achtelfinale einzuziehen, wäre einer der beiden ersten Plätze nötig, doch auch für die Drittplatzierten geht das Turnier weiter. Borger (32), die 2016 in Rio de Janeiro mit Britta Büthe Rang neun belegte, und Sude (33) sind auch deshalb optimistisch, weil ihnen die enorme Hitze in Tokio keine allzu großen Probleme bereitet. „Alles ist prima. Je heißer, desto besser. Das liegt uns“, meint Julia Sude vor ihrer olympischen Premiere. „Wir sind, was das Wetter angeht, absolute Asien-Liebhaberinnen. Bei diesen Bedingungen haben wir unsere erfolgreichsten Turniere gespielt.“

Hört sich ganz danach an, als hätten sich Karla Borger und Julia Sude vorgenommen, nicht auch noch die Schlussfeier im Olympiastadion von Tokio zu verpassen. Dafür gibt es aufgrund der Coronaregeln, die vorsehen, dass alle Athletinnen und Athleten zwei Tage nach ihrem letzten Wettkampf abreisen müssen, nur eine Möglichkeit: Das Duo muss in eines der beiden Finalspiele einziehen.

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