Olympische Spiele in Tokio Keine ausländischen Fans bei den Sommerspielen?

Finden die Olympischen Spiele im Sommer ohne ausländische Zuschauer statt? Foto: dpa/Kiichiro Sato
Finden die Olympischen Spiele im Sommer ohne ausländische Zuschauer statt? Foto: dpa/Kiichiro Sato

In diesem Sommer stehen die Olympischen Spiele in Tokio an. Laut einem Medienbericht plant die japanische Regierung, aufgrund der Corona-Pandemie keine ausländischen Fans zuzulassen.

Tokio - Die japanische Regierung strebt einem Medienbericht zufolge den Ausschluss ausländischer Zuschauer von den Olympischen Spielen in Tokio an. Hintergrund seien die anhaltend großen Bedenken in der Bevölkerung wegen der Verbreitung des Coronavirus, schrieb die Zeitung „Mainichi“ am Mittwoch unter Berufung auf mehrere ungenannte Quellen. Weiter geprüft werde demnach, ob japanische Fans bei den Sommerspielen in den Arenen dabei sein dürfen und inwiefern die Zuschauerzahl begrenzt werden soll. Eine endgültige Entscheidung über die Zuschauer-Frage solle noch im März fallen, hieß es.

Die für 2020 geplanten Spiele in Tokio waren im Vorjahr wegen der Corona-Krise um ein Jahr verschoben worden. In Japan sprach sich Umfragen zufolge zuletzt eine große Mehrheit für eine erneute Verlegung oder komplette Absage der Spiele aus. „Mainichi“ zitierte eine Regierungsquelle mit den Worten: „Unter den aktuellen Umständen können wir keine Zuschauer aus dem Ausland akzeptieren.“

Umdenken bei den Verantwortlichen

Noch im Dezember hatte das japanische Organisationskomitee bekräftigt, möglichst viele ausländische Besucher ins Land lassen zu wollen. Für sie solle eine generelle Maskenpflicht sowie das Gebot zur Nutzung einer Corona-Warn-App gelten.

In den vergangenen Wochen verstärkten sich jedoch die Zweifel an diesen Plänen. „Es ist schön, Zuschauer zu haben. Aber es ist kein Muss“, hatte Richard Pound, das dienstälteste Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees, gesagt. „Wenn es der einzige Weg zur Veranstaltung dieser Spiele ist, keine Zuschauer dabei zu haben, dann akzeptiert das inzwischen jeder“, sagte Sebastian Coe, der Chef des Leichtathletik-Weltverbands.

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