Kurz vor dem Auftakt der diesjährigen Open-Air-Konzerte in Kornwestheim ist die Frage offen, wie es weitergeht. Der bisherige Organisator kritisiert die aktuelle Ausschreibung.

Ludwigsburg: Frank Ruppert (rup)

Die diesjährige Auflage der Open-Air-Reihe „Kornwestheim rockt“ beginnt am Dienstag. Seit 2017 zeichnet das Team von Eventkartell um Johannes Leichtle verantwortlich für die kostenlosen Konzerte bei denen Tribute-Bands die Hits von Musikgrößen zum Besten geben.

 

Zum Start sind Klänge von AC/DC zu hören. Die Besucher erwartet die Band „The Jack“ aus dem Landkreis Göppingen. Die Musiker bezeichnen sich selbst als „der AC/DC-Dampfhammer aus Süddeutschland“.

An den vier August-Dienstagen steht in Kornwestheim dann Musik von Coldplay (5. August), Bon Jovi (12. August), Die Toten Hosen und Die Ärzte (19. August) sowie ABBA (26. August) an. Die Veranstaltungen beginnen stets um 18 Uhr auf dem Marktplatz in Kornwestheim.

Wie 2019 wird auch diesmal wieder die Band Dancing Dream auftreten. Foto: Christian Mateja/Mateja fotografie

„Wir bieten dieses Jahr noch mehr Festival-Feeling“, sagt Leichtle. Die Wagen für Getränke und Essen seien „luftiger“ angeordnet. Auch hoffe man einen LED-Truck genehmigt zu bekommen, damit auch Gäste, die weiter hinten stehen, sehen was auf der Bühne geschieht.

Stadt will künftig nur noch 10.000 Euro beisteuern

Leichtle freut sich auf das achte Mal in Kornwestheim, auch wenn es das letzte Mal sein könnte. Die Stadt will künftig weniger für das Event zahlen und hat eine entsprechende Ausschreibung für kommendes Jahr gestartet. Statt der in den vergangenen Jahren laut Finanzbürgermeisterin Martina Koch-Haßdenteufel „deutlich über 10 000 Euro“ will man künftig nur noch exakt 10 000 Euro beisteuern.

Fest steht schon, dass Leichtle seinen Hut nicht in den Ring geworfen hat. „Aus meiner Sicht, ist so ein Event nicht zu stemmen mit den Mitteln aus der Ausschreibung “, sagt er. Deshalb habe er sich auf die Ausschreibung hin nicht beworben.

Leichtle ist wichtig, dass er keinen Groll gegen die Stadtverwaltung hegt: „Die Zusammenarbeit in diesem Jahr war so gut wie noch nie.“ Ein Abschiedsfest seien die Konzerte in diesem Jahr aber nicht. Leichtle kann sich durchaus vorstellen in Kornwestheim weiterzumachen. „Wir wissen ja noch gar nicht, ob sich jemand bewirbt und ob das Konzept dann auch passt“, sagt er.

Es gibt also eine Hintertürchen. Das liege nun aber nicht mehr in seinen Händen, sagt Leichtle. Parallel gibt es bei ihm Überlegungen, einen Ersatzstandort in der Region zu finden. Leichtles Konzertreihe gibt es neben Kornwestheim auch in Bietigheim, Eislingen, Leonberg und Sindelfingen.