Opern-Air in Nürtingen Eine Windmühle im Schatten der Nürtinger Stadtkirche

Von adt 

450 Besucher haben am Freitag in Nürtingen die Premiere der diesjährigen Opern-Air-Aufführung „Zar und Zimmermann“ genossen.

Das Nürtinger Konzertensemble in der Zimmermannskluft. Foto: Horst Rudel
Das Nürtinger Konzertensemble in der Zimmermannskluft. Foto: Horst Rudel

Nürtingen - Liebe, Spionage, Pflichterfüllung, Verwechslungen und ein Happy End – „Zar und Zimmermann“, die komische Oper von Albert Lortzing, hat ohnehin schon alle Zutaten, die dem Publikum eine abendfüllende Unterhaltung garantieren. Wenn dann noch eine Kulisse, wie sie die Freilichtbühne im Schatten der Nürtinger Stadtkirche St. Laurentius bietet, und ein spielfreudiges Konzertensemble, wie es von dessen musikalischem Leiter, Hans-Peter Bader, souverän geführt wird, hinzukommen, dann steht einem entspannten Opern-Genuss nichts im Weg.

Rund 450 Besucher auf den voll besetzten Rängen haben am Freitag die Premiere des 12. Nürtinger Opern-Air unter freiem Himmel genossen. Für das Bühnenbild hatte Volker Illi eine Windmühle mit drehenden Flügeln gebaut und die Werkstatt der Werft, Hauptspielstätte der Oper, mit einem hölzernen Steg und Bauteilen für Boote nachempfunden. Bei „Zar und Zimmermann“ führt in diesem Jahr Janne Wagler, die Leiterin des Tübinger Theaters Gobelin, Regie.

„Wir bleiben in der Geschichte, allerdings spielen und singen nicht alle in Kostümen. Wir legen uns bei der Inszenierung also nicht auf eine bestimmte Zeit fest, sondern betonen das Zeitlose an dieser Geschichte“, hatte Julia Lüdicke, die Sprecherin des Opern-Air, im Vorfeld versprochen – anders als vor zwei Jahren, als die Oper Carmen im Motorsport-Milieu der Gegenwart angesiedelt war. Das Opern-Air findet in Nürtingen alle zwei Jahre im Wechsel mit den Gitarrenfestspielen statt. Weitere Aufführungen von „Zar und Zimmermann“ sind am Sonntag, 21.Juli, Mittwoch, 24. Juli, Donnerstag, 25 Juli und Samstag, 27. Juli. Beginn ist jeweils um 20.30 Uhr.