Opernwerkstatt Waiblingen Riesiges Interesse bei Nachwuchsstars

Die Sopranistin Melanie Diener zeigt mit ihrem Kollegen Thomas Hampson dem Nachwuchs bei der Opernwerkstatt, worauf es ankommt. Foto: © C) Gottfried Stoppel/Archiv
Die Sopranistin Melanie Diener zeigt mit ihrem Kollegen Thomas Hampson dem Nachwuchs bei der Opernwerkstatt, worauf es ankommt. Foto: © C) Gottfried Stoppel/Archiv

155 junge Gesangstalente aus aller Welt wollten bei der 2. Opernwerkstatt in Waiblingen dabei sein. Zwölf dürfen nun teilnehmen, und bald beginnt der Kartenvorverkauf.

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Waiblingen - Diese Woche sollten sich Klassikfans unbedingt freihalten: Vom 20. bis zum 25. September veranstaltet die Stadt Waiblingen zum zweiten Mal die Internationale Opernwerkstatt, bei der sich Nachwuchstalente der Sparte klassischer Gesang ein Stelldichein im Bürgerzentrum geben. Die zwölf Stipendiatinnen und Stipendiaten aus elf Nationen erarbeiten vor Ort, zusammen mit der Waiblinger Sopranistin Melanie Diener sowie dem US-amerikanischen Bariton Thomas Hampson, all das, was es für ein rauschendes Abschlusskonzert braucht.

Letzteres geht dann am 25. September über die Bühne und wird von den Stuttgarter Philharmonikern unter der Leitung von Chefdirigent Dan Ettinger begleitet. Auf dem Programm der Teilnehmenden stehen in diesem Jahr Mozarts bekannte Opern „Die Zauberflöte“ und „Così fan tutte“.

155 Bewerber aus aller Welt

155 Sängerinnen und Sänger aus der ganzen Welt – von Russland bis Kanada, von Norwegen bis Südafrika – hatten sich auf die zwölf Plätze bei der 2. Internationalen Opernwerkstatt Waiblingen beworben. Die erste Ausgabe hatte anlässlich der Remstal-Gartenschau im Herbst 2019 stattgefunden. Schon damals boten die Werkstatttage, die in diesem Jahr am 21., 22. und 23. September geplant sind, die Möglichkeit, hinter die Kulissen des Opernbetriebs zu spickeln und während der Erarbeitung der Mozartschen Werke ein bisschen Mäuschen zu spielen.

Der Besuch der öffentlichen Proben ist ein Erlebnis – auch für Menschen, die sonst eher wenig mit dem Thema Oper zu tun haben. Lässt sich an den Werkstatttagen doch auf eindrucksvolle Weise miterleben, wie die jungen Gesangstalente und die Profis Takt für Takt so lange geduldig an ihren Auftritten feilen, bis alles stimmt. Melanie Diener und Thomas Hampson ergänzen sich als Trainer-Duo bestens, und der Humor kommt dabei garantiert nicht zu kurz. „Ich freue mich riesig, dass es wieder diese wundervollen Begegnungen gibt, dass wir wieder mit all diesen jungen Talenten zusammenarbeiten dürfen“, sagt Melanie Diener.

Die Nachwuchstalente wohnen in Gastfamilien

Wie beim letzten Mal zeigen die Sängerinnen und Sänger aus aller Welt auch außerhalb der Proben im Bürgerzentrum bei kleinen Auftritten an öffentlichen Plätzen ihr Talent – falls die dann gültigen Corona-Regelungen es zulassen. Die jungen Stipendiaten wohnen während ihres Aufenthalts in Gastfamilien. Eine der ausgewählten Sängerinnen kommt über die Kooperation mit dem weltweit aktiven Netzwerk „Opera for Peace“, das Künstlerinnen und Künstler jeder Herkunft unterstützt und für eine inklusive und kreative Zukunft arbeitet.

Der Kulturamtsleiter Thomas Vuk ist überzeugt, dass sich die Opernwerkstatt als Kulturformat bewährt hat: „Auch dieses Jahr wollen wir wieder mit neuen Ideen und Formaten die Menschen, vor allem auch Kinder und Jugendliche, erreichen und für die Oper begeistern. Dabei setzen wir auf das unmittelbare Live-Erlebnis und die persönliche Begegnung ebenso wie auf Social Media und Live-Streaming.“

Die Internationale Opernwerkstatt findet übrigens hybrid statt: Die Meisterklassen werden live auf der gleichnamigen Internetseite und auf den Websites von Melanie Diener und Thomas Hampson ausgestrahlt. Das Abschlusskonzert mit den Stuttgarter Philharmonikern unter der Leitung von Chefdirigent Dan Ettinger wird zusätzlich live übertragen. Der Kartenvorverkauf beginnt am 30. August.

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