Oprah Winfrey wird 60 An ihr führt in den USA kein Weg vorbei

Oprah Winfrey - die heimliche Herrscherin der USA wird 60. Foto: dpa 12 Bilder
Oprah Winfrey - die heimliche Herrscherin der USA wird 60. Foto: dpa

Auf ihrer Couch beichtete Lance Armstrong, weinte Rihanna und man munkelt, Barack Obama wäre nie Präsident geworden, wenn es Oprah Winfrey nicht gefallen hätte. Die Afroamerikanerin gilt nicht umsonst als mächtigste Frau Amerikas.

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Auf ihrer Couch beichtete Lance Armstrong, weinte Rihanna und man munkelt, Barack Obama wäre nie Präsident geworden, wenn es Oprah Winfrey nicht gefallen hätte. Die Afroamerikanerin gilt nicht umsonst als mächtigste Frau Amerikas.

New York - Oprah Winfrey ist die Verkörperung des amerikanischen Traums. Sie kam von ganz unten und arbeitete sich nach ganz oben. Als Tochter einer minderjährigen Mutter wuchs sie in Armut auf, wurde eigenen Angaben nach mit neun vergewaltigt, war mit 14 schwanger und verlor ihren Sohn bald nach der Geburt. Ihr Talent zu kommunizieren brachte die junge Schwarze früh zu einem Sender. Ihre „Oprah Winfrey Show“ wurde zur erfolgreichsten Talkshow in der Geschichte des Fernsehens. An diesem Mittwoch (29. Januar) wird die Medienfrau, Schauspielerin und Produzentin 60 Jahre alt.

Nach Einschätzung des New Yorker „Forbes“-Magazins gehört Winfrey zu den mächtigsten Frauen der Welt. Auf die „Time“-Liste der 100 einflussreichsten Personen kam sie häufiger als Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie ist Nordamerikas einzige schwarze Milliardärin. Ihr selbstverdientes Vermögen machte Oprah Winfrey zum reichsten afroamerikanischen US-Bürger des 20. Jahrhunderts. Und es ermöglicht ihr, freigiebig zu spenden, für Notleidende, Museen und die von ihr gegründete Schule in Südafrika.

Mit den Obamas eng befreundet

Winfrey hat einen eigenen Sender, OWN (Oprah Winfrey Network). Er ist der Mehrheit des amerikanischen TV-Publikums zugeschaltet. Sie ist mit Präsident Barack Obama und dessen Frau Michelle befreundet und verhalf ihm bei der Wahl ins Weiße Haus 2008 zu entscheidenden Stimmen. „Als ich 1954 in Mississippi geboren wurde, damals noch ein Staat mit Rassentrennung, war ich ein Neger“, sagte Winfrey einmal. Inzwischen gilt sie als Wirtschaftsmacht.

Ihre Empfehlungen im Buch- oder Modemarkt können über Wohl und Wehe entscheiden. Manche Produkte wären ohne Nennung in einer ihrer Shows kaum ein Erfolg geworden. Die Literaturzeitschrift „Publishers Weekly“ rechnete aus, dass die Empfehlung in „Oprahs Book Club“ Dutzende von Büchern zu Bestsellern gemacht habe. Nur wenige Autoren wagen es, sich von ihr zu distanzieren, wie Jonathan Franzen 2001.

Mitgefühl und auch mal Tränen

Viele Hollywoodstars nahmen in den 25 Jahren der „Oprah Winfrey Show“ bei ihr Platz. Künstler, Unternehmer und Politiker, selbst die Obamas, plauderten mit Oprah über ihre Sorgen. Zur Belohnung gab es Mitgefühl und gute Ratschläge. Der damals noch frisch verliebte Tom Cruise hüpfte vor Glück über seine Katie Holmes auf Winfreys Couch. Außer Promis holte Winfrey jede Menge schicksalsgestrafter Menschen zu sich ins Studios, Leute mit großen Ängsten und bizarren Süchten.

Als sie 2011 einen Schlussstrich unter die „Oprah Winfrey Show“ zog und sich nach 25 Jahren als Gastgeberin der populären Talkshow verabschiedete, trauerten Millionen. Dass die Karrierefrau Winfrey aber auch mit 60 noch fest im Sattel sitzt und nicht ans Aufhören denkt, demonstriert sie kurz vor ihrem Geburtstag mit einem kurzen Video bei Instagram. Es zeigt Oprah strahlend und vollgepumpt mit Energie nach einer Trainingsstunde auf dem Spin-Rad: „Ride Baby Ride“ (in etwa: Mach weiter, Baby, mach weiter).

 




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