Ortseinfahrt von Dagersheim Was wird aus der Engstelle?
Am Ortseingang des Böblinger Teilorts Dagersheim ist es eng. Das ist so gewollt. Aber der Verkehr fließt trotzdem nicht sicherer. Wie geht es weiter?
Am Ortseingang des Böblinger Teilorts Dagersheim ist es eng. Das ist so gewollt. Aber der Verkehr fließt trotzdem nicht sicherer. Wie geht es weiter?
Seit acht Jahren kommen sich Autos, die sich am Ortsausgang des Böblinger Teilorts Dagersheim begegnen, ganz nahe. In der Böblinger Straße ist damals eine künstliche Verengung der Fahrbahn eingebaut worden. Eine gewisse Verengung gibt es aber auch ortsauswärts Richtung Böblingen durch einen Knick in der Straße. Ziel war laut Fabian Strauch, Sprecher der Stadt Böblingen, die Drosselung der Geschwindigkeit insbesondere des Verkehrs, der von Böblingen kommend nach Dagersheim fährt. 101 000 Euro hat die Maßnahme seinerzeit gekostet. „Dabei hat sich bislang die gewünschte Wirkung nicht umfassend eingestellt“, sagt Strauch.
Autofahrende, die diese Strecke häufig nutzen, können das bestätigen. Viele wünschen sich deshalb, dass die Engstelle wieder beseitigt wird. Auch aus dem Ortschaftsrat habe es Hinweise auf gefährliche Situationen gegeben, insbesondere wenn den Autos Busse, Lastwagen oder Traktoren entgegen kämen. Dennoch, betont der Stadtsprecher, liege an dieser Stelle kein Unfallschwerpunkt vor.
Auch im Dagersheimer Ortschaftsrat kommt das Thema immer wieder aufs Tapet, beispielsweise im Dezember vergangenen Jahres. Danach wurde die Verengung auch im Technischen Ausschuss des Böblinger Gemeinderats behandelt. Der Wunsch: die Fahrzeuge sollen zwar weiterhin abgebremst, aber nicht mehr so stark behindert werden. Die Stadt hatte daraufhin im Technischen Ausschuss angekündigt, am Dagersheimer Ortseingang Tempo 30 einzuführen und dazu eine Geschwindigkeitsmesstafel aufzustellen. Parallel dazu sollte geprüft werden, ob an dieser Stelle ein Blitzer sinnvoll wäre.
Was ist seitdem passiert? Die zugesagte Messtafel wurde an der Kreuzung der Böblinger Straße und der Waldstraße installiert und zeigt seit Mitte Februar den ortseinwärts Fahrenden ihre Geschwindigkeit an. Sie wertet außerdem eventuelle Spitzen der gemessenen Geschwindigkeiten über eine Statistikfunktion aus. Erste verwertbare Langzeit-Ergebnisse liegen der Stadt zufolge frühestens nach der Sommerpause vor. Voraussichtlich gegen Ende des Jahres soll Ordnungsamtsleiterin Gisa Gaietto die Ergebnisse im Ortschaftsrat vorstellen. „Sollte die Auswertung schwerere Verstöße ergeben, wird die Stadt für diesen Bereich weitere Maßnahmen prüfen“, sagt der Böblinger Sprecher Fabian Strauch.
Aktuell gilt im Bereich der Engstelle Tempo 50. Die Stadt weist aber darauf hin, dass derzeit die Straßen im gesamten Stadtgebiet im Rahmen des Lärmaktionsplans auf ihre Umgebungslärmimmissionen untersucht würden – darunter auch das besagte Stück der Böblinger Straße. Die Ergebnisse stehen demzufolge noch aus. Ob die Engstelle irgendwann, vielleicht zumindest teilweise, abgebaut wird oder ob die Stadt die Messtafel eventuell mit einem Blitzer ersetzt, das bleibt abzuwarten.