Ab Mitte Juni wird eine viel befahrene Verbindungsstraße in Ostfildern saniert. „Die Fahrbahn weist erhebliche Schäden auf“, sagte Bürgermeister Michael Lübke.
Die Kreuzbrunnenstraße wird von Mitte Juni bis Ende August 2026 saniert. Deshalb wird sie voll gesperrt. Rund zehn Wochen lang müssen Verkehrsteilnehmer damit rechnen, dass es zu Behinderungen kommt. Der Verkehr auf der viel befahrenen Hauptstraße zwischen Nellingen, Scharnhausen und dem Scharnhauser Park wird umgeleitet.
Voraussetzung für den Start ist, dass die Sanierungsarbeiten im Zentrum des Ostfilderner Stadtteils Scharnhausen abgeschlossen sind. „Die Fahrbahn weist erhebliche Schäden auf“, sagte Bürgermeister Michael Lübke im Ausschuss für Technik und Umwelt. Es gehe darum, die Tragfähigkeit der Fahrbahn zu erhalten und die Sicherheit zu gewährleisten. Man habe einen großen Teil der Arbeiten bewusst in die Sommerferien gelegt, weil dann weniger Autos fahren.
Die Kreuzbrunnenstraße gehörte ehemals zur Landesstraße 1192, wurde dann zur Gemeindestraße abgestuft. Deshalb ist nun die Stadt für die Sanierung zuständig. Bei der Übernahme gab es vom Land eine Ausgleichszahlung, um zu gegebener Zeit Schäden auszubessern. Da die Mittel jedoch knapp bemessen seien, wird nach Lübkes Worten nur das Nötigste gemacht. Nach dem Beschluss des Ausschusses werden die Arbeiten nun ausgeschrieben.
Welche Arbeiten sind geplant? Neben Fräs- und Erneuerungsarbeiten an der Asphaltdecke geht es um den teilweisen Ausbau des Straßenoberbaus im mittleren Abschnitt. An der Straßenentwässerung und an den Kanälen wird ebenfalls gearbeitet. Außerdem werden Fahrbahnmarkierungen erneuert und Randbereiche ausgebessert.
Über Umleitungen in Ostfildern wird rechtzeitig informiert
„Hat man sich Gedanken über die Umleitung gemacht“, wollte Petra Hönschel-Gehrung wissen? Die Fraktionschefin der Freien Wähler legt Wert darauf, dass die Gärtnerei und das Hotel auch in der Bauzeit gut zu erreichen sind – das soll über einen Feldweg klappen. Markus Berger, der die Stabstelle Bau unter sich hat, versicherte, „dass ein Umleitungskonzept steht“. Darüber werde man rechtzeitig umfassend informieren.
Steffen Kaiser (Freie Wähler) legt Wert darauf, dass die betroffenen Menschen frühzeitig informiert werden. Er wolle ungern, dass sich wieder so viel Protest regt wie bei der Ortsmitte in Scharnhausen: „Da haben wir den Zorn vieler Menschen auf uns gezogen.“ Da hatten die verärgerten Bürgerinnen und Bürger sogar eine Petition gestartet.