Die Betreiber des Göppinger Golfplatzes können aufatmen. Ihr Pachtvertrag hat sich bis 2027 verlängert. Ein paar Häuser könnten auf dem Gelände aber noch entstehen.

Baden-Württemberg: Eberhard Wein (kew)

Göppingen - Die Zukunft des Göppinger Golfplatzes ist jetzt auch offiziell gesichert. Der Oberbürgermeister Guido Till und der Geschäftsführer der Golf Club Göppingen (GCG) GmbH, Ingo Hagen, unterzeichneten eine Verlängerung des Pachtvertrags bis ins Jahr 2027. Zuvor hatte der Gemeinderat dem OB einen entsprechenden Auftrag erteilt.

 

Kompromiss zwischen Golfen und Wohnen

Bei dem Papier handelt es sich um einen Kompromiss, der sowohl dem Golfsport eine Perspektive gibt als auch eine Möglichkeit zur Erweiterung des Wohngebiets Stauferpark-Süd offen hält. Sollte die Stadt innerhalb der nächsten 15 Jahre auf dem Gelände tätig werden wollen, müsste eine Bahn verkürzt und verschwenkt werden. Eine andere Bahn könnte allerdings verlängert werden, sodass die Neun-Loch-Anlage weiterhin wettkampftauglich wäre.

Der Golfplatz war in den 50er Jahren von der US-Armee auf dem damaligen Militärgelände angelegt worden und war nach deren Abzug vom GCG übernommen worden. Mittlerweile gilt der Platz als reif für eine Generalsanierung. Allerdings scheute der Verein die Investition, ohne Klarheit darüber zu haben, ob der zum Jahr 2015 auslaufende Pachtvertrag verlängert wird. Bisher ist das gesamte 31 Hektar große Gelände im Flächennutzungsplan für den Wohnungsbau reserviert.

Sanierung kann jetzt starten

Nun kann Hagen wieder planen. Bereits im Frühjahr hat er die so genannte Driving-Ranch renovieren lassen, in der der Abschlag geübt werden kann. Nun sollen nach und nach auch die Bahnen und das Grün gerichtet werden. Mit Kosten von 300 000 Euro rechnet Hagen in den kommenden Jahren. Gegenwärtig zählt der Golfclub 400 bis 500 Mitglieder. Allerdings dürfen auf der Anlage auch Nichtmitglieder spielen. 5000 bis 8000 Freizeitspieler nutzen dieses Angebot jährlich.