Auf der einen Seite der Stuttgarter Fernsehturm, auf der anderen der Flughafen und das Messegelände – eine Aussicht wie diese hat man wohl in keinem anderen Schwimmbad. Eine Fotostrecke aus dem Panoramabad in der Wohnstadt Asemwald.

Manteldesk: Sandra Hintermayr (shi)

Vor etwa 50 Jahren, zwischen 1968 und 1972, ist die Wohnstadt im Asemwald in die Höhe gewachsen. Die drei fast 70 Meter hohen Häuser sind weithin sichtbar, und sie polarisieren. Die einen können sich absolut nicht vorstellen, in den Häuserblocks zu leben, die anderen wollen aus der Wohnstadt gar nicht mehr weg.

Ein Grund dafür mag – vor allem in den oberen Stockwerken – der Ausblick sein. Im Süden liegt der Flughafen und die Messe, bei gutem Wetter reicht der Blick bis zur Schwäbischen Alb. Im Norden ist der Blick frei auf den Fernsehturm und Degerloch. Im Osten liegt Birkach den Asemwäldern sozusagen zu Füßen, im Westen die Kelley Barracks und Möhringen. Und das Panorama ist nicht nur den Bewohnern vorbehalten, im obersten Stock des einen Wohnblocks liegen ein Restaurant und ein Schwimmbad mit Sauna und Dachterrassen.

Der Ausblick macht den Charme des Bades aus

„Der Blick ist vermutlich einmalig“, sagt Edgar Straub vom Immobilienverwalter Klauß & Partner. „Da muss man weit fahren, bis man etwas Vergleichbares findet.“ Der Ausblick ist auch für seinen Kollegen Stefan Geiger das Besondere. „Der Blick macht den Charme des Bades aus“, sagt er.

Zwei festangestellte Mitarbeiter und zwei Aushilfen arbeiten im Panoramabad. Die Coronazeit hat das Team genutzt, um das Schwimmbad auf Vordermann zu bringen. So wurden unter anderem Wände gestrichen und ein neuer Empfangstresen aufgestellt. Seit 2022 ist das Schwimmbad wieder offen, und derzeit ohne Einschränkungen oder Reservierungen nutzbar.

Im Schnitt kommen circa 30 Gäste am Tag, dazu diejenigen, die zum Beispiel an Aquafit-Kursen teilnehmen. „Wir haben viele Stammgäste“, sagt Bademeisterin Lidija Bevanda. Darunter seien nicht nur Asemwald-Bewohner, sondern auch Gäste von außerhalb. Schwimmen und saunieren halte sich die Waage. „Beides ist gleichermaßen beliebt“, sagt Bevanda. Einige Gäste kämen auch, um einen ganzen Tag im Asemwald-Bad zu verbringen, um zu schwimmen, zu saunieren, und auf den Sonnenterrassen – oder bei schlechtem Wetter in den Ruheräumen – zu entspannen. Die Stammgäste schätzten das kleine Bad gerade wegen seiner Überschaubarkeit. „Wir sind wie eine Familie“, sagt Bevanda.

Die Öffnungszeiten des Schwimmbads und der Sauna stehen unter www.asemwald.de/informationen.