Wie wichtig den Organisatoren der Olympischen Spiele und der Paralympics in Paris die Gleichbehandlung der zwei sportlichen Großveranstaltungen ist, zeigte sich schon bei der Wahl des Maskottchens: Phryge steht für beide Ereignisse, ein erheblicher Teil der roten Mützen trägt halt eine Prothese. Dieser Unterschied ist jedoch so klein, dass er kaum auffällt. Den passenden Satz dazu sagte der französische Judo-Superstar und fünfmalige Olympiasieger Teddy Riner: „Die wahren Helden sind die paralympischen Athleten, sie erbringen unfassbare Leistungen.“ Und haben folglich die Bühne, die Paris nun auch ihnen bietet, absolut verdient.
OK-Chef Tony Estanguet sprach vor der Eröffnungsfeier der Paralympics davon, dass jetzt die zweite Halbzeit beginne – die von den Franzosen genauso ernst genommen wird. Auch die Bilder der Paralympics werden um die Welt gehen, nur dass unterm Eiffelturm statt Beachvolleyball nun Blindenfußball läuft. Erwartet werden rund 2,5 Millionen Fans, so viele wie zuletzt 2012 in London. Seither hat der Para-Sport sich weiterentwickelt, er wurde noch professioneller. Ohne harte Trainingsarbeit, enormen Willen und absolute Höchstleistungen ist nichts mehr zu gewinnen, erst recht nicht bei den Paralympics. 4400 Athletinnen und Athleten werden in Paris ihre eigenen Geschichten schreiben. Und deutlich machen, dass die Paralympics ebenso attraktiv sein können wie die Olympischen Spiele. Das perfekte Symbol dafür trägt den Namen Phryge.