Parken in Degerloch Ortsmitte und Waldau sind umkämpft

Viele Pendler parken im Sportgebiet Waldau. Foto: Archiv Sägesser
Viele Pendler parken im Sportgebiet Waldau. Foto: Archiv Sägesser

Degerloch ist ein beliebter Stadtbezirk, deshalb herrscht dort Parkplatznot. So erklärt es sich die Bezirksvorsteherin Brigitte Kunath-Scheffold, dass Lücken am Straßenrand Mangelware sind. Das gilt vor allem fürs Zentrum und die Waldau.

Filderzeitung: Judith A. Sägesser (ana)
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Degerloch - Es gibt Zeiten, zu denen sucht man in Degerloch besser keinen Parkplatz. Vor allem nicht in der Ortsmitte. Denn dann ist es Glückssache, ob sich eine Lücke fürs Auto findet. „Es fehlen wirklich Parkplätze in Degerloch“, sagt die Bezirksvorsteherin Brigitte Kunath-Scheffold und fügt hinzu: „Degerloch ist ein lebendiger Stadtbezirk.“ Heißt, die Parkplatznot ist aus Kunath-Scheffolds Sicht ein Zeichen dafür, wie beliebt Degerloch ist.

Anwohner der zentrumsnahen Straßen, wie der Mittleren Straße oder Karl-Pfaff-Straße, klagen über ein Parkchaos, sie berichten von Pendlern und Einkäufern, die ihnen die Stellplätze streitig machen. Parkende Autofahrer wiederum berichteten in der Vergangenheit wiederholt davon, wie sie sich gegen verbale Anfeindungen am Straßenrand zur Wehr setzen mussten, manchmal auch nur in Form von bitterbösen Briefchen, die hinter ihrem Scheibenwischer klemmen.

Schadet Degerloch das Parkraummanagement der Innenstadt?

Der örtliche Bezirksbeirat könnte sich aufgrund des beschriebenen Parkdrucks rund um die Epplestraße wohl mit einem Parkraummanagement à la Innenstadt anfreunden. Doch dieses ist in den Außenstadtbezirken bisher nicht vorgesehen. Dabei mutmaßen Vertreter der Stadt, dass sich das Parkraummanagement in der Innenstadt auf Bezirke wie Degerloch negativ auswirkt. Schlicht, weil Pendler ihr Auto nun nicht mehr im Stuttgarter Süden abstellen, um dann auf die Bahn umzusteigen, sondern eben am Rande des Kessels – in Degerloch. Es sind aber wohl kaum nur die Pendler, die Degerlochs Straßen zuparken. Die Bezirksvorsteherin Brigitte Kunath-Scheffold erzählt davon, wie Leute ihren Wagen ungeniert und widerrechtlich auf dem Agnes-Kneher-Platz abstellen würden, wenn es eine größere Veranstaltung im Zentrum geben würde. „Und auch an Markttagen ist es nicht einfach.“

Dasselbe gilt fürs Sportgebiet Waldau. Spielen die Kickers oder steigt ein vergleichbarer Event, darf es als nahezu ausgeschlossen gelten, eine Parklücke zu finden. Vor Jahren hatte sich der Anwohnerverein „Degerloch-Ost“ gegründet, der unter anderem Maßnahmen gegen zugestellte Straßenränder fordert. Aber auch die Waldau-Vereine monieren, dass sie selbst kaum mehr Möglichkeiten hätten, zu parken.

Kunath-Scheffold ist unentschlossen, ob die Stadt den Parkproblemen mit anderen Regeln besser beikommen könnte. „Wenn man an der einen Stellschraube dreht, sind andere wieder benachteiligt.“ Deshalb appelliert sie an die Vernunft. „Es gehört einfach viel Rücksichtnahme dazu.“

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