Parken in Leinfelden Tiefgarage am Neuen Markt wird saniert

Der Sanierungsbedarf in der Garage am Neuen Markt ist offensichtlich. Foto: /Philipp Braitinger

Der Beton ist an vielen Stellen zerfressen: Von kommendem August an bis Dezember soll die Tiefgarage Neuer Markt in Leinfelden-Echterdingen umfassend erneuert werden.

Die städtische Tiefgarage am Neuen Markt mit ihren 85 Plätzen muss saniert werden. „Ziel ist es, die Tiefgarage für weitere 30 Jahre instand zu setzen“, sagt Frank Muhsau vom Ingenieurbüro Muhsau Kindl, das von der Stadt mit der Planung beauftragt wurde. Die Tiefgarage ist 35 Jahre alt. An mehreren Stellen der 2500 Quadratmeter nagt der Zahn der Zeit. Unter anderem platzt der Bodenbelag auf. An den aufgeplatzten Stellen bilden sich Risse und Löcher. Es besteht Stolpergefahr. Dass der Beton kaputt geht, liegt vor allem am Salz, das im Winter von den Autos in die Tiefgarage gebracht wird. Wie in anderen Tiefgaragen und Parkhäusern in der Stadt hat das Salz über die Jahre den Beton an einigen Stellen regelrecht zerfressen. „Der Oberflächenschutz fehlt“, sagt Muhsau. Das Salz konnte deshalb bis tief in die Konstruktion eindringen, sodass der Stahl in den Wänden und in der Bodenplatte angegriffen wird.

 

Auch die Regenwasserentwässerung ist nicht mehr intakt. Ablagerungen, Dreck und Kalk habe die Leitungen derart verstopft, dass sie auch durch eine professionelle Rohrreinigung nicht wieder frei gemacht werden könnten, so die Stadtverwaltung. Eine Folge ist, dass bei starkem Regen Wasser in der Tiefgarage steht.

Im August sollen die Sanierungsarbeiten beginnen, bis zum Jahresende könnten sie abgeschlossen sein. Die Kosten für die Sanierung betragen rund 2,2 Millionen Euro. Würden die Arbeiten in zwei Bauabschnitten durchgeführt, sodass zumindest ein Teil der Tiefgarage über die Bauzeit nutzbar geblieben wäre, hätte dies die Sanierung teurer gemacht. Die Arbeiten hätten dann rund viereinhalb Monate länger gedauert und 164 000 Euro mehr gekostet, so die Stadtverwaltung. Weiter Warten möchte das Rathaus nicht. Denn die beschriebenen Schäden drohen sich zu verschlimmern, was die Sanierungskosten weiter in die Höhe treiben würde.

Für Kunden der Geschäfte des Neuen Markts und Mieter der Tiefgarage soll eine Ausweichmöglichkeit geschaffen werden. Womöglich gibt es Richtung Schelmenäcker, also auf der anderen Seite der Gleise, Ausweichparkplätze. Abschließend geklärt ist diese Frage aber noch nicht. Der Technische Ausschuss und auch das Vollgremium des Gemeinderates haben den Plänen der Stadt einstimmig zugestimmt. „Das hätte man schon viel früher machen müssen“, betonte die Stadträtin Ingrid Grischtschenko (Grüne). Die Besucher des Neuen Marktes seien auf die Parkplätze angewiesen. Gleichzeitig betonte sie, dass die Stadt nun rund 25 000 Euro Sanierungskosten pro Parkplatz habe.

Weitere Themen

Weitere Artikel zu Parken Leinfelden Tiefgarage