Parkhäuser in Stuttgart Parkhaus der Zukunft – mehr als eine Abstellfläche für Autos

Parkhäuser der Zukunft sollen vielfältig nutzbar sein. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Parkhäuser der Zukunft sollen vielfältig nutzbar sein. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Logistik-Fläche, E-Lade-Stationen oder Schließfächer für Pakete – wie das Parkhaus der Zukunft mehr wird als eine Abstellfläche für Autos haben der Parkhausbetreiber Apcoa und Breuninger in Stuttgart vorgestellt.

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Stuttgart - Nichts ruckelt. Geschmeidig rollt ein Container die schmalen Rampen herab, die im Elektro-Lastenfahrrad integriert sind. Normalerweise würde das Modul in eine große Nische der Parkgarage Zeppelin-Carrée geschoben, um die Ware zu kommissionieren, währen ein neuer Container auf das Rad kommt. Aber heute geht es ums Vorzeigen. Die Stadt Stuttgart hat zusammen mit dem Parkhausbetreiber Apcoa und Breuninger geladen, um Parkhäuser der Zukunft vorzustellen. Die sollen Mobilitätshubs, also Verkehrs-Knotenpunkte, werden.

Ladepunkte und Paket-Schließfächer

Im Carrée können etwa Logistiker und andere Unternehmen ihre Waren zwischenlagern, um sie dann von leichten Lastenrädern in der Stadt „feinverteilen“ zu lassen. Zudem können E-Autos dort Ökostrom laden, Kunden auf E-Roller und E-Scooter umsteigen, die dort aufgeräumt bereitstehen, Batterien von Elektrokleinstfahrzeugen gewechselt und Schließfächer rund um die Uhr genutzt werden. Bis Ende 2022 wollen die Stadtwerke für 250 Ladestationen, also 500 Ladepunkte, sorgen. Insgesamt sollen davon 1000 entstehen – mit anderen Anbietern.

Mobilitätshubs sind in mehreren Städten geplant

Man sei am Anfang, alles müsse ineinandergreifen, auch der Öffentliche Nahverkehr, heißt es bei Europas größtem Parkraumbewirtschafter Apcoa. „Mobilitätshubs planen wir in vielen Städten, Bund und Länder fördern es“, so Hansjörg Votteler, Geschäftsführer der Apcoa Parking Deutschland GmbH. „Stuttgart ist einer der Top-Städte dafür.“ Das Zeppelin-Carrée sei ein Pilotprojekt, betont Ines Aufrecht, Leiterin der Koordination S21/Rosenstein und Zukunftsprojekte. 2016 habe man begonnen, Parkhäuser neu zu denken, auch angesichts des Flächenbedarfs der Logistiker. Eine Machbarkeitsstudie laufe. Der Neubau des Breuninger-Parkhauses ist im Verbund mit dem Film- und Medienhaus geplant. „Man muss flexibel bleiben, angesichts der technischen Entwicklungen“, so Ulrich Wölfer, Chief Real Estate Officer von Breuninger. „Da geht es auch Wasserstoff und andere Themen.“




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