Parkraummanagement Stuttgart Erhöht die verlängerte U6 den Parkdruck?

Am Straßenrand einen Parkplatz zu finden, ist auf dem Fasanenhof mitunter ein schwieriges Unterfangen. Foto: Sandra Hintermayr
Am Straßenrand einen Parkplatz zu finden, ist auf dem Fasanenhof mitunter ein schwieriges Unterfangen. Foto: Sandra Hintermayr

Auf dem Fasanenhof könnte bald ein Parkraummanagement eingeführt werden. Die Stadt will nächstes Jahr untersuchen lassen, ob die im Dezember 2021 in Betrieb gehende Verlängerung der Stadtbahn bis zum Flughafen und zur Messe Auswirkungen auf das Wohngebiet hat.

Filderzeitung: Sandra Hintermayr (shi)
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Fasanenhof - Auf dem Fasanenhof in den Abendstunden einen Parkplatz am Straßenrand zu finden, ist ein schwieriges Unterfangen. Der Parkdruck ist hoch – die Auslastung der Parkplätze liegt an einem Werktag um 23 Uhr bei annähernd 100 Prozent, wie eine Erhebung ergeben hat. Gegen 10 Uhr und 15 Uhr liegt die Auslastung bei circa 70 Prozent. Der Fasanenhof ist in der sechsten Stufe des Parkraummanagements in Stuttgart als Optionsgebiet gelistet. Eine Einführung wäre frühestens 2024 denkbar. „Wir regeln das Parken nur in Gebieten, in denen wir Handlungsbedarf sehen“, erläuterte der städtische Verkehrsplaner Andreas Hemmerich am Mittwoch im Möhringer Bezirksbeirat.

Mit einem Anwohnerparkausweis, der Stand jetzt 30,70 Euro im Jahr kostet, könnten Anwohner, denen kein privater Stellplatz zur Verfügung steht, ihr Fahrzeug in ihrem Gebiet dann ohne Parkticket parken, alle anderen zahlen 1,10 Euro pro Stunde. Ansässige Gewerbetreibende können eine Sonderparkgenehmigung erwerben.

So könnten die Parkgebiete auf dem Fasanenhof aussehen

Der Fasanenhof würde in zwei Parkgebiete geteilt werden: Fh1 umfasst den Bereich zwischen Autobahn, Kurt-Schumacher-Straße, Solferinoweg, Genfer Weg und Janusz-Korczak-Weg beziehungsweise entlang der Stadtbahngleise wieder bis zur A 8. Die östliche Grenze verläuft vom Kreisverkehr am Europaplatz bis zu den Stadtbahngleisen. Das Gebiet Fh2 liegt dann unterhalb des Janusz-Korczak-Wegs und östlich der Stadtbahnhaltestelle Europaplatz und umfasst die Fasanenhofstraße vom Kreisverkehr bis zur Haltestelle Fasanenhof sowie den Bereich des Logauwegs, an dem heute schon Wohnhäuser stehen. Die Zweiteilung ist notwendig, weil die Gebiete laut Vorgaben 1000 Meter Länge nicht übersteigen dürfen, sagte Hemmerich. Der ganze Fasanenhof wäre zu groß, um als ein Gebiet ins Parkraummanagement einzugehen.

Gefahr von Urlaubsparkern nimmt zu

Dieses soll den Parkdruck senken. Es soll dazu beitragen, dass private Stellplätze besser genutzt werden und die Menschen auf den ÖPNV umsteigen. Stichwort ÖPNV: „Mit der Inbetriebnahme der verlängerten U6 besteht die Gefahr, dass Urlaubsparker zunehmen“, sagte Hemmerich. Menschen, die ihr Auto im Wohngebiet abstellen statt am Flughafen, wenn sie in den Urlaub fliegen, würden den Parkdruck erhöhen. Ob das der Fall sein wird, will die Stadt im nächsten Jahr untersuchen lassen. Dann soll eine neue Erhebung zeigen, wie es um die Auslastung der Parkplätze steht. Die Stadt will dann nicht nur an einem Werktag, sondern auch an einem Tag in den Schulferien die Parkplatzsituation untersuchen, um „ein detailliertes Bild“ zu bekommen, wie Hemmerich sagte. Steigt der Druck, wäre eine Parkplatzbewirtschaftung ein probates Mittel, die Situation zu entspannen. Derzeit suche man noch ein Büro, welches die Erhebung durchführe. Die Bezirksbeiräte stimmten der Vorlage zur sechsten Umsetzungsstufe des Parkraummanagements mehrheitlich zu.

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