Neuer Anstieg bei Partydrogen Generation High

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Ob in Stuttgart, München oder Berlin: Amphetamin und Ecstasy sind als Treibstoff der Nacht derzeit so verbreitet wie seit 25 Jahren nicht mehr. Woran liegt die Sorglosigkeit der aktuellen Ausgehgeneration? Eine Spurensuche zwischen Club und Open-Air-Rave.

Auch Ecstasy-Tabletten sind nach dem Diktat der Markenkultur gestaltet. Foto:  
Auch Ecstasy-Tabletten sind nach dem Diktat der Markenkultur gestaltet. Foto:  

Stuttgart - Auf der Damentoilette einer Bar in München herrscht reger Betrieb. Das Brett neben dem Waschbecken ist eine gefragte Unterlage, um Speed- und Kokain-Lines zu legen. Der Betreiber der Bar greift zu einer ungewöhnlichen Maßnahme. Er beklebt das Holz mit Schmirgelpapier. Wider Erwarten hält die raue Oberfläche die Schneekönige der Nacht nicht davon ab, ihre Linien hier zu ziehen. Der Wirt erklärt das Schmirgelpapier-Experiment für beendet, da er auf dem neuen Untergrund noch mehr Restbestände zu beseitigen hat. „Es ist unglaublich“, sagt er: „Bei den Partydrogen kennt die aktuelle Ausgeh-Generation kein Maß.“