Lebensmittel Pellkartoffeln richtig aufwärmen - 4 Möglichkeiten

In diesem Artikel zeigen wir Ihnen 4 Möglichkeiten, wie Sie Pellkartoffeln richtig aufzuwärmen und worauf Sie dabei achten sollten. Foto: Shyripa Alexandr / Shutterstock.com
In diesem Artikel zeigen wir Ihnen 4 Möglichkeiten, wie Sie Pellkartoffeln richtig aufzuwärmen und worauf Sie dabei achten sollten. Foto: Shyripa Alexandr / Shutterstock.com

Wenn Pellkartoffeln übrigbleiben, sind sich viele unsicher, ob und wie man diese wieder aufwärmen kann. Worauf Sie beim Aufwärmen von Pellkartoffeln achten sollten, zeigen wir Ihnen hier im Artikel.

WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Inhalt:

Prinzipiell können Pellkartoffeln wieder aufgewärmt werden. Da allerdings vor allem durch die enthaltene Stärke Bakterien und Mikroorganismen in den bereits gekochten Pellkartoffeln entstehen können, sollten diese nur dann wieder aufgewärmt werden, wenn die Pellkartoffeln zum einen direkt nach der Zubereitung gekühlt wurden und zum anderen beim erneuten Aufwärmen entsprechend hohen Temperaturen (mindestens 70 Grad) ausgesetzt werden. So haben Mikroorganismen keine Chancen.

Pellkartoffeln aufwärmen - 4 Möglichkeiten

Neben der korrekten Lagerung und Zubereitung von rohen Kartoffeln (siehe unten) ist beim erneuten Aufwärmen von Pellkartoffeln ein gleichmäßiges Erhitzen bei mindestens 70 Grad über mehrere Minuten wichtig. Zur Sicherheit sollte deswegen auf ein Aufwärmen von Pellkartoffeln in der Mikrowelle verzichtet werden. Achten Sie außerdem darauf, dass gekochte Pellkartoffeln nicht zu lange bei Zimmertemperatur stehen gelassen wurden.

Wenn Sie bereits wissen, dass Sie nicht alle Pellkartoffeln direkt verwerten, sollten Sie diese am besten mit etwas mehr Biss kochen und anschließend direkt in ein luftdichtes Gefäß in den Kühlschrank stellen. So bilden sich keine Bakterien, die Pellkartoffeln werden beim erneuten Aufwärmen nicht zu weich und sie nehmen keine Gerüche aus dem Kühlschrank an. Die Haltbarkeit beträgt dann mehrere Tage. Die folgenden 4 Möglichkeiten eignen sich besonders gut, um Pellkartoffeln aufzuwärmen:

#01 - Dämpfen

Besonders schonend wärmen Sie Pellkartoffeln wieder auf, wenn Sie diese im Topf in einem Dämpfeinsatz oder einem Sieb dämpfen. Je nach Größe der Kartoffeln sind diese so nach kurzer Zeit ausreichend erwärmt, ohne dabei Biss zu verlieren.

#02 - Im Backofen

Pellkartoffeln lassen sich auch gut im Backofen wieder aufwärmen. Damit sie nicht austrocknen, können Sie die Pellkartoffeln einfach zusammen in Alufolie einwickeln. Im vorgeheizten Backofen sollten die Pellkartoffeln nach etwa 10 bis 15 Minuten fertig sein.

#03 - Kurz aufkochen

Pellkartoffeln durch ein erneutes Kochen zu erwärmen ist naheliegend, allerdings besteht hier die Gefahr, dass die Pellkartoffeln dabei sehr weich werden. Am besten gelingen deswegen Pellkartoffeln, bei denen die Schale noch intakt ist. Ein kurzes Aufkochen genügt. Bringen Sie einen Topf mit Wasser zum Kochen und geben Sie dann die aufzuwärmenden Pellkartoffeln hinein. Anschließend lassen Sie das Wasser einmal kurz aufkochen und nehmen den Topf direkt vom Herd. Je nach Größe der Pellkartoffeln können Sie diese dann nach etwa 5 Minuten aus dem Topf nehmen. So sollten die Pellkartoffeln ausreichend aufgewärmt sein.

#04 - Weiter verarbeiten

Ideal lassen sich Pellkartoffeln auch zu Bratkartoffeln weiterverarbeiten. Durch die reduzierte Stärke werden diese beim Braten in der Pfanne deutlich knuspriger und weniger matschig als rohe Kartoffeln, die zusätzlich vor dem Braten gewässert werden müssen. Neben dem Klassiker Bratkartoffeln lassen sich Pellkartoffeln auch zu anderen Gerichten, wie zum Beispiel Kartoffelsalat weiterverarbeiten.

Auch interessant: Darum lässt sich Kartoffelsalat nicht einfrieren

Kartoffeln richtig lagern und zubereiten

Ein Großteil der Unsicherheit bei der Verarbeitung von Kartoffeln entsteht bei vielen Verbrauchern vor allem durch die in der Kartoffel enthaltenen Glykoalkaloide, welche der Pflanze einen gewissen Schutz vor Krankheiten und Schädlingen geben, aber bei übermäßigem Verzehr Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit und Erbrechen hervorrufen können. In der Kartoffel ist das Solanin mit etwa 95 Prozent das am stärksten vertretene Glykoalkaloid. Vor allem eine ungünstige Lagerung und Verarbeitung führen zu einer erhöhten Bildung von Glykoalkaloiden in der Kartoffel (1). Das BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) empfiehlt (2,3) dazu bei der Lagerung und Zubereitung auf die folgenden Dinge zu achten:

  • Kühl, dunkel und trocken lagern
  • Alte, eingetrocknete oder deutlich keimende Kartoffeln sowie Kartoffeln mit mehreren grünen Stellen sollten nicht verarbeitet werden.
  • Einzelne grüne Stellen und sogenannte Augen sollten großzügig entfernt werden.
  • Die Schale sollte nur bei jungen Kartoffeln mitgegessen werden und wenn diese unverletzt ist.
  • Kleine Kinder sollten nur geschälte Kartoffeln essen.
  • Kartoffelgerichte mit bitterem Geschmack sollten nicht verzehrt werden.
  • Das Kochwasser sollte nicht wiederverwendet werden.

Lesen Sie JETZT hier weiter:

Unsere Empfehlung für Sie