Perspektive für Jugend in Ostfildern Mit Mobiler Jugendarbeit gegen Gewalt

In Ostfildern gibt es künftig eine volle Stelle für die Mobile Jugendarbeit. Foto: dpa

Gewalt und Perspektivlosigkeit unter jungen Menschen will der Gemeinderat Ostfildern bekämpfen. Künftig gibt es eine volle Stelle für die Mobile Jugendarbeit. Bisher waren dafür nur 70 Prozent vorgesehen.

Gewalt unter Jugendlichen nimmt in vielen Kommunen zu. In Ostfildern wird die Mobile Jugendarbeit nun auf eine volle Stelle aufgestockt. Das hat der Gemeinderat in seiner Sitzung im Stadthaus einstimmig beschlossen. Bisher umfasste das aufsuchende Angebot des Kreisjugendrings Esslingen nur 0,7 Stellen.

 

Die Stadt erhöht dafür den jährlichen Zuschuss um rund 25 000 Euro. Die Mobile Jugendarbeit richtet sich an junge Menschen, die durch klassische Angebote der Jugendarbeit schwer zu erreichen sind. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die Einzelfallhilfe, Cliquenarbeit, soziale Gruppenarbeit sowie Gemeinwesenarbeit.

„Gewalt auf dem Nellinger Schulcampus nimmt zu“

Die Bedeutung des Angebots steht für die Kommunalpolitiker außer Frage. „Insbesondere die Gewaltzunahme am Schulcampus bereitet uns Sorgen und bedarf dringend eines Konzeptes mit allen Akteuren, auch außerhalb der Schulzeiten“, sagte Markus Dinkelacker (Freie Wähler). Mit der Aufstockung auf eine volle Stelle ab dem Jahr 2026 setze man ein wichtiges Signal für nachhaltige Jugendarbeit in unserer Stadt – und schaffe gleichzeitig eine wichtige Grundlage für Prävention, Integration und Teilhabe.

Auch Yalcin Ünal (SPD) sieht den dringenden Bedarf: „Durch Einzelfallhilfen, soziale Gruppenarbeit, Cliquenarbeit und Gemeinwesenarbeit soll einerseits ein Abrutschen junger Menschen in Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit verhindert und ihnen andererseits durch Stärkung des Selbstwertgefühls der Übergang in ein geregeltes Leben ermöglicht werden.“

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