Pferdemarkt in Leonberg Schwingende Hüften statt Hufe

Nachwuchs-Cheerleader schwingen die Pompons im Sportzentrum. Foto: Simon Granville

Samstags geht es beim Pferdemarkt sportlich zu: Unter dem Titel „Swing die Hufe“ gibt es im Sportzentrum verschiedene Tanzangebote von Bachata bis Zumba.

Durch die große Halle im Sportzentrum Leonberg wummern die Bässe. „I got a feeling“ singen die Black Eyed Peas, „that tonight’s gonna be a good good night“ – dass heute Abend ein guter Abend wird. Zwar ist es erst Nachmittag, doch die Tanzparty ist in vollem Gange. Zumba-Instruktorin Sabrina Brooks bringt die etwa 20 Frauen und Teenagerinnen mit ihrer Fitness-Choreografie ordentlich zum Schwitzen.

 

Es ist Pferdemarkt-Samstag in Leonberg und der steht traditionell im Zeichen des Sports. Während im Reiterzentrum Tilgshäusle vor den Toren Leonbergs die Stadtmeisterschaft mit Schaureiten stattfindet, sind im Sportzentrum in der Innenstadt die Tänzer zugange. „Swing die Hufe“ ist der Tanzaktionstag passend zum Pferdemarkt überschrieben. „Die Idee mit dem Tanzen war tatsächlich vor dem Namen da“, sagt Daniela Löffler, die in der Stadtverwaltung die Abteilung Sport leitet. Im vergangenen Jahr hatte es eine Judo-Safari gegeben, in den Jahren davor war es um Tischtennis und Basketball gegangen.

Und diesmal geht es eben ums Tanzen. „Uns war es wichtig, ein kunterbuntes und vielseitiges Programm anzubieten, bei dem jede Altersgruppe mitmachen kann“, erklärt Löffler. So sind am Vormittag vor allem die Kleinen angesprochen beim Mini-Dance oder Zumba. Mittags sorgen die Cheerleader des SV Leonberg-Eltingen für Stimmung, nachmittags geht es sportlich zu beim Zumba und Powerrobic und am Abend stehen Bachata, Standard- und Lateintänze und eben Linedance oder Swing auf dem zehnstündigen Programm. Dazu tragen neben dem SVL die Spvgg Warmbronn, der TSC Höfingen und der Verein Dance & Fit Leonberg bei.

Beim Line Dance gibt es ein feste Choreografie

In der kleine Halle im Sportzentrum geht es dagegen ruhiger zu als beim Zumba, der Altersdurchschnitt der etwa 50 Tänzer ist auch deutlich höher. Trainerin Silke Falkner zeigt die ersten Tanzschritte ihres Linedance. Zuerst wird der linke Fuß zur Seite getippt, dann der rechte. Es geht nach hinten und wieder nach vorn, nach einem Dreiviertelkreis beginnt die Choreografie von vorn. Nach ein paar Durchläufen kommt Musik dazu, eine poppige Version von „Stand by me“.

„Es gibt zu jedem Lied eine feste Choreografie, die sich ein Choreograf überlegt und dann zur Verfügung gestellt hat. Diese Schrittfolge auf dieses Lied wird dann auf der ganzen Welt so getanzt“, erklärt Silke Falkner, die auch Vorsitzende von Dance& Fit ist. Am Ende der 45-minütigen Tanzstunde ist aus der einfachen Schrittfolge ein Partnertanz geworden. „Das hat so Spaß gemacht“, bedankt sich eine Teilnehmerin danach bei Silke Falkner. „Das war kein Easy-Beginner-Dance, ich habe euch richtig gefordert“, erwidert diese.

Eine Teilnehmerin fragt nach den Tanzpartys, die der Verein auch für Linedance anbietet, viele andere lassen sich eine Übersicht der Trainingsstunden geben. Dann müssen sie den Tanzsaal räumen und Timur Cavusoglu vom TSC Höfingen lässt mit neuen Tanzfreudigen beim Bachata die Hüften kreisen. Mission erfüllt, findet Daniela Löffler vom Sportamt: „Die Tanzvereine und -abteilungen können ihr Angebot zeigen und die Leute etwas Neues ausprobieren.“

Weitere Themen