Der scheidende Gartenamtschef Volker Schirner hat im Killesbergpark seinen letzten Baum gepflanzt. Die Buche ist ein Geschenk des Verschönerungsvereins.

Der Verschönerungsverein Stuttgart hat am vergangenen Dienstag im Höhenpark Killesberg den Baum des Jahres 2022 gepflanzt: eine Rotbuche. Sie ist einer von jetzt 86 Bäumen an 56 Standorten in Stuttgart, die der Verein der Stadt und ihren Bürgern innerhalb von 20 Jahren spendiert hat. Den ersten Baum pflanzten die Mitglieder 2002. Anlass war der Zusammenschluss des Verschönerungsvereins mit dem Verein Pflanzt einen Baum in Stuttgart. „Damals war es eine Kastanie in der Pfarrstraße“, erinnert sich Erhard Bruckmann. Er ist seit 20 Jahren Vorsitzender des Verschönerungsvereins.

Zuletzt pflanzte der Verein zu seinem 160. Jubiläumsjahr 15 Bäume auf dem Platz vor dem Stadtarchiv in Bad Cannstatt. Das 20-Jahr-Jubiläum der Baumpflanzaktionen wurde jetzt im Höhenpark mit dem Setzen der Rotbuche nördlich vom Höhencafé im Killesbergpark gefeiert. Der Chef des Garten-, Friedhofs- und Forstamts, Volker Schirner, hat mit der Rotbuche seinen letzten Baum zusammen mit dem Verschönerungsverein gepflanzt. Der Amtsleiter geht zum September nach elf Jahren als Chef des Garten-, Friedhofs- und Forstamts in den Ruhestand.

Bürgerschaftliche Engagement für die Umwelt und das Klima

„Seit 2011 pflanzen wir zusammen mit Volker Schirner Bäume“, stellte Bruckmann fest und lobte dessen Einsatz für die Belange des Vereins, der Stadt und ihrer Bürger. „Wir sind etwas traurig darüber, dass Herr Schirner schon Ende August dieses Jahres in Ruhestand geht und dass das nun unsere letzte gemeinsame Aktion ist. Wir haben immer sehr gut mit ihm zusammengearbeitet“, so Bruckmann. Die 292 Bäume, die der Verein Pflanzt einen Baum in Stuttgart vor dem Zusammenschluss mit dem Verschönerungsverein gepflanzt hat und die 86 Bäume, die vom Verschönerungsverein dazu kamen, seien gegenüber den Mengen an Bäumen, die das Garten-, Friedhofs- und Forstamt jedes Jahr pflanzt, natürlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. „Aber wir bringen dadurch zum Ausdruck, dass das bürgerschaftliche Engagement für die Umwelt und das Klima uns sehr am Herzen liegen. Und die Stadt bringt zum Ausdruck, dass sie dieses Engagement schätzt“, stellte Bruckmann fest. Er versprach, auch künftig kräftig weiter zu pflanzen und spenden. Und zwar in dem Umfang, in dem das die Vereinskasse zulässt.

Termin für die nächste Baumpflanzaktion steht schon fest

Schirner freute sich besonders darüber, dass der Killesbergpark um eine Rotbuche reicher ist. „Wegen der Trockenheit verlieren wir in den Wäldern und vor allem auf den Kuppen immer mehr Buchen. Buchen lieben es leicht feucht“, sagte er und wies darauf hin, dass viele seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Forstabteilung Mitglied im Verschönerungsverein sind. „Ich finde gut, was der Verein macht. Er leistet ganz großes bürgerschaftliches Engagement.“ Schirner dankte dem Verschönerungsverein für die nachhaltige Arbeit, die er nicht nur mit Baumpflanzungen, sondern auch mit seinen vereinseigenen Grünanlagen für die Stadt und ihre Bürger erbringt. Als Beispiel dafür nannte er den Chinesischen Garten, Teile der Karlshöhe und Uhlandshöhe, die Schillerlinde, die Schillereiche, die Staibhöhe, die Geroksruhe und die Zeppelinanlage.

Der Termin für die nächste Baumpflanzung steht schon fest: Am 2. November pflanzt der Verschönerungsverein eine Ulme auf der Uhlandshöhe – dann allerdings ohne Volker Schirner.

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