Johanna Salat hat im Haus am Feuerbach ihren 100. Geburtstag gefeiert. Seit Februar 2004 lebt Johanna Salat im Pflegezentrum Haus am Feuerbach des Arbeiter-Samariter-Bund.

Feuerbach - Der kürzeste Weg zur Gesundheit ist der Weg in den Garten.“ Davon ist auch Johanna Salat geborene Fuchsloch überzeugt, die am 5. September im Haus am Feuerbach ihren 100. Geburtstag gefeiert hat. Viele Jahre hat sie mit ihrem Ehemann Ludwig ihren Garten in Feuerbach gepflegt. Sie bauten dort Obst und Gemüse an. „Das eigene Gemüse ist sowieso das gesündeste“, betont Johanna Salat.

 

Glückwünsche von Oberbürgermeister Fritz Kuhn

Die Jubilarin stammt aus Bad Wurzach. Als junge Frau zog sie zu einer Tante nach Stuttgart, wurde bei der Firma Heine und Beißwenger Kontoristin. Dort befreundete sie sich mit einem Kollegen, dem Kaufmann Ludwig Salat. „Wir waren uns gleich sympathisch“, erinnert sich die Jubilarin. Das Paar wurde in der Kirche St. Eberhard getraut. Zwei Töchter kamen zur Welt: Heidemarie und Brigitte. Nach dem Tod des Ehemanns starb vor zwei Jahren die jüngere Tochter Brigitte. Einen Trost findet Johanna Salat in ihrem Glauben. Über den Glückwunsch von Pfarrer Gerhard Ott von der katholischen Kirchengemeinde hat sie sich besonders gefreut. Die Glückwünsche von Oberbürgermeister Fritz Kuhn überbrachte Bürgermeister Werner Wölfle.

Seit Februar 2004 lebt Johanna Salat im Pflegezentrum Haus am Feuerbach des Arbeiter-Samariter-Bund. „Sie gehören zu unseren ersten Bewohnern“ sagte Heimleiter Albrecht Gesk bei der Gratulation. Mit einem Wort des Schriftstellers Stevenson hat ihr das Pflegeteam gratuliert: „Nicht die Jahre in unserem Leben zählen, sondern das Leben in unseren Jahren zählt.“

Johanna Salat berichtet gerne von ihren Haustieren

„Das ist wirklich wahr“, betont die Jubilarin. Sie sei dankbar für ihr Leben, für die schönen Jahre mit ihrem Ehemann. Viele Jahre gehörten Johanna und Ludwig Salat dem homöopathischen Verein Feuerbach und als aktive Mitglieder dem Sängerbund des Stadtbezirks an. „Ich habe immer sehr gern gesungen und auch seit jungen Jahren Geige gespielt“, berichtet Johanna Salat. Mit dem Ehemann und den Töchtern habe sie auch ausgedehnte Spaziergänge rund um die Solitude und das Bärenschlössle unternommen.

Sehr gern berichtet die Jubilarin auch von ihrem Hund Waldi und ihrer Katze Susi, die unzertrennlich gewesen wären. Es trifft eben nicht immer zu, wie Wilhelm Busch zum Verhältnis zwischen Hund und Katz gereimt hatte: „Schon der Anblick ihrer Mienen, bei gesträubter Haarfrisur zeigt es deutlich zwischen ihnen ist von Liebe keine Spur.“ „So war das bei meinen beiden Tieren wirklich nicht, die beiden fraßen sogar völlig einträchtig aus einem Futternapf“, erzählt Johanna Salat. Ins Herz geschlossen hatte die Familie auch den sehr sprechbegabten Wellensittich.

Großnichte bewundert ihre positive Lebenseinstellung

Gefreut hat sich die Jubilarin auch über den Besuch von Großnichte Sabine und deren Kindern Florian und Christina. Ihre Großnichte bewundert an Johanna Salat deren positive Lebenseinstellung, deren ausgeprägte Energie und ihren festen Willen.“ Man darf im Leben nie den Kopf hängen lassen, sollte zufrieden und vor allem auch gelassen sein,“ sagt Johanna Salat. Was sie ganz besonders schlimm finde, sei Unfriede. „Es wäre so schön, wenn alle Menschen miteinander in Frieden leben könnten.“