Pläne im Gewerbegebiet Weitere Unterkünfte für Geflüchtete in Hemmingen

In der Brennereistraße bringt die Gemeinde Hemmingen weitere Flüchtlinge unter. Foto: Simon Granville

Die Gemeinde Hemmingen schafft Geflüchteten auf einem Grundstück im Gewerbegebiet ein Dach über dem Kopf. Für nebenan hat der Landkreis Ludwigsburg Pläne.

Leonberg: Stefanie Köhler (koe)

In der Brennereistraße 1 wie auch 3 im Hemminger Gewerbegebiet werden mittelfristig weitere Flüchtlinge leben. Der Landkreis Ludwigsburg will ein Bürogebäude für die vorläufige Unterbringung umbauen, die Gemeinde nebenan, auf dem leeren Grundstück, ein Gebäude für die Anschlussunterbringung errichten. Sie hat die etwas mehr als 1000 Quadratmeter große Fläche Anfang des Jahres gekauft.

 

Platz für bis zu 70 Personen schafft der Landkreis. Dagegen ist noch offen, wie viele Geflüchtete daneben wohnen. Deshalb hat der Gemeinderat eine Machbarkeitsstudie beauftragt. Klar ist aber schon, dass maximal drei Geschosse plus ein zurückgesetztes Geschoss kommen sollen und jede Person zehn Quadratmeter zur Verfügung hat. „Wir verfahren modular, sodass gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt die Kapazität aufgestockt werden könnte“, sagt der Bürgermeister Thomas Schäfer (CDU). Denn es lasse sich nicht einschätzen, wie sich die Flüchtlingsströme entwickeln. So oder so: Die Flüchtlingsunterbringung, betont der Rathauschef, „ist eine Pflichtaufgabe der Gemeinde“.

Bezug von 2027 an

Der Bürgermeister sagt, es gehe darum, dass die Gemeinde etwas Nachhaltiges bauen wolle, nachhaltig im Sinne von dauerhaft – statt bloß Container. Die Kommune will sich vor allem von angemieteten Gebäuden trennen, deren Bausubstanz schlecht ist und die hohe Sanierungs- und Energiekosten verursachen. Thomas Schäfer schätzt, mit dem ersten Bauabschnitt könnte es nächstes Jahr losgehen. Ein Bezug wäre dann von 2027 an möglich.

Das Bürogebäude ist zum Teil noch vermietet. Daher könne man noch nicht genau sagen, wann der Umbau beginnt, sagt der Sprecher des Landratsamts, Andreas Fritz. „Wir rechnen nicht mit einer Fertigstellung vor dem Jahr 2027. Die ersten Geflüchteten werden also voraussichtlich nicht vor 2027 dort einziehen.“ Die Umbaukosten einschließlich des Anschlusses an die Nahwärmeversorgung betragen 700 000 Euro.

Es kommen weitere Geflüchtete

158 Geflüchtete leben in Hemmingen in den kommunalen Unterkünften. Laut Schäfer ist die Gemeinde aktuell dazu aufgefordert, dieses Jahr 24 Menschen unterzubringen. Hinzu kommen 16 Personen aus der Ukraine.

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